Justiz: Nach Explosion in Magdeburg: Wie es jetzt weiter geht

28 Tage vor
Magdeburg

Magdeburg - Noch heute sieht man an dem Mehrfamilienhaus an der Straße Alt Fermersleben in Magdeburg die Spuren der Explosion. Auch mehr als zwei Jahre nach dem Unglück sind in der unteren Etage Fenster mit Holzplatten verschlossen. Jetzt kommt Bewegung in den Fall.

Am 11. April 2022 war es in dem Mehrfamilienhaus zu der verheerenden Explosion gekommen. Wie die Ermittlungen später ergaben, hatte ein zu der Zeit 40 Jahre alter Magdeburger im Keller des Hauses mit Gasflaschen hantiert, woraufhin es zu der Explosion kam. Vier Menschen wurden verletzt, der Sachschaden ging in die Hunderttausende Euro. Die Detonation war so heftig, dass etliche Fensterscheiben und Türen barsten. Trümmerteile flogen meterweit, beschädigten Autos.

Mann tauchte unter

Der 40-Jährige tauchte daraufhin unter. Mit Akribie suchte die Polizei nach dem Mann. Das Amtsgericht Magdeburg erließ einen Haftbefehl wegen Brandstiftung und Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion. Und das war nicht der einzige offene Haftbefehl gegen den Mann, wie sich herausstellte. Das Amtsgericht im baden-württembergischen Reutlingen suchte bereits seit fast zwei Jahren per Haftbefehl nach dem mehrfach vorbestraften Mann, der dort für eine Zeit lang gelebt hatte. Als der Mann geschnappt werden konnte, kam er zunächst in Reutlingen vor Gericht, wurde zu einer Freiheitsstrafe unter anderem wegen Drogenhandels verurteilt und sitzt seither in Haft.

Nun wird ihm auch in Magdeburg der Prozess gemacht. Im August 2024 muss er sich am Amtsgericht Magdeburg verantworten, wie Gerichtssprecher und Vize-Präsident des Amtsgerichts, Frank Gärtner, auf Nachfrage erklärte. Im Falle einer Verurteilung hat er mit einer erheblichen Freiheitsstrafe zu rechnen.

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