Lange Unterbrechung und zweimal Kempf: Hertha gewinnt erstmals ...

20 Tage vor

Hertha BSC hat seinen Negativlauf beendet und den ersten Sieg im neuen Jahr eingefahren. Bei der SpVgg Greuther Fürth präsentierten sich die Berliner effizient und trafen durch Innenverteidiger Kempf doppelt.

Hertha - Figure 1
Foto kicker

War am Sonntagnachmittag der Spieler des Spiels: Marc Oliver Kempf. IMAGO/Zink

Fürths Trainer Alexander Zorniger nahm nach dem 2:3 auf St. Pauli nur einen Wechsel vor und nominierte Afrika-Cup-Rückkehrer Haddadi anstelle von Petkov (Bank) in die Anfangself. Herthas Coach Pal Dardai wechselte im Vergleich zum 1:2 gegen den HSV derweil zweimal: Für Kapitän Leistner (Gelbsperre) und Tabakovic (Knieprobleme) begannen Klemens und Reese, der erstmals nach seiner Corona-Infektion in der Startelf stand.

2. Bundesliga, 21. Spieltag
Herthas Treffer zurückgenommen - Kempf trifft

Das Spiel brauchte einige Zeit, um Fahrt aufzunehmen. Beide Mannschaften arbeiteten zunächst mit langen Bällen, die ihren Zweck nicht erfüllten. Fürth probierte viel, tat sich in der Chancenerarbeitung aber ungewohnt schwer. Den Berlinern fiel das Offensivspiel ähnlich schwer, doch eine Einzelaktion von Winkler sollte den Unterschied machen. Der Rechtsaußen dribbelte übers halbe Feld und bediente schließlich Niederlechner, der die Gäste-Führung besorgte (22.). Die hielt allerdings nicht lange an: Im Vorfeld hatte Barkok Fürths Kapitän Hrgota gefoult, was Schiedsrichter Marco Fritz ahndete und somit den Treffer zurücknahm (24.).

Hertha - Figure 2
Foto kicker
Spieler des Spiels

Spielnote

Intensives und bis zum Schluss spannendes Spiel mit vielen Torchancen, das fußballerisch kein Hochgenuss war.

3

Tore und Karten

0:1 Kempf (34')

1:1 Hrgota (56')

   

Spieldaten

Urbig3 - Jung4 , Michalski4 , Dietz3,5 - Asta3,5 , Green3,5 , R. Wagner3,5, Haddadi3 , Hrgota2,5 - Sieb3,5 , Lemperle5

Ernst3 - Kenny3, Klemens2,5, Kempf2,5 , Karbownik2,5 - Barkok3,5, Bouchalakis3,5, Winkler4,5 , P. Dardai3 , Reese4 - Niederlechner3

Schiedsrichter-Team

Hertha - Figure 3
Foto kicker
Spielinfo
Stadion Sportpark Ronhof I Thomas Sommer Zuschauer 13.459

Wer nun glaubte, dass der vermeintliche Treffer einen Hallo-Wach-Effekt bei den Teams hervorrief - weit gefehlt! Auch danach lief sich vor allem das Kleeblatt immer wieder fest, wirkte behäbig und uninspiriert. Zwar erweckte Hertha nichts Gegenteiliges, bekam in der 34. Minute allerdings einen Standard. Und der sollte dann doch den Führungstreffer bringen: Nach Dardais Ecke stieg Kempf am höchsten und köpfte zur Führung ein (34.).

Hrgota gleicht aus - Kempf köpft schon wieder ein und muss ausgewechselt werden

Die Spielvereinigung wusste auf den Gegentreffer bis zur Pause nicht mehr zu antworten und nahm den Rückstand mit in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel verbuchte zuerst Hertha die Chance aufs 2:0 (Urbig hielt per Fußabwehr, 50.), ehe Hrgota den Rückstand sehenswert mit seinem Schlenzer ins linke obere Eck egalisierte (56.). Die Berliner zeigten sich aber unbeeindruckt vom Ausgleichstreffer und drückten sofort auf die erneute Führung.

Die sollte nur sieben Minuten später auch gelingen, als Kempf nach einem Freistoß von Kenny den Doppelpack schnürte (63.), sich beim Kopfball aber auch verletzte und ausgewechselt werden musste. Für ihn kam Kaderdebütant Hoffmann ins Spiel (18 Jahre). Danach war die Partie einige Minuten aufgrund des Protests gegen einen möglichen Investoreneinstieg bei der DFL unterbrochen. Als beide Teams dann wieder aufs Feld kamen, war Fürth zunächst die aktivere Mannschaft und ließ Chancen aufs 2:2 liegen (78. und 82.). Ernst musste bei Greens Schuss nochmal eingreifen (88.), bekam ansonsten aber nicht mehr viel zu tun.

Hertha BSC gewann am Ende nicht unverdient mit 2:1 in Fürth, das den Sprung in die Top 3 verpasste. Das Kleeblatt ist bereits am Freitag wieder bei Hannover 96 im Einsatz (18.30 Uhr). Die Berliner empfangen zur selben Zeit den 1. FC Magdeburg. 

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