Caspar-David-Friedrich-Schau in Hamburg: Besucherrekord für ...

11 Tage vor

Stand: 02.04.2024 13:50 Uhr

Mehr als 60 Gemälde und 100 Zeichnungen von Caspar David Friedrich waren mehr als drei Monate lang in der Hamburger Kunsthalle zu sehen. Nun ist die umfangreiche Werkschau in Hamburg zu Ende gegangen - mit einem Besucherrekord.

Caspar David Friedrich - Figure 1
Foto NDR.de

von Benedikt Scheper

Schlange stehen für den Meister der Romantik im Hamburger Schietwetter. Auch am letzten Tag der Caspar-David-Friedrich-Ausstellung strömten mehr als tausend Besucher in die Kunsthalle. Die Tickets waren bis zum Schluss heiß begehrt, wie bei Martina Rapp aus Stuttgart: "Wir sind extra wegen der Ausstellung nach Hamburg hochgefahren. Mitte März haben wir den letzten Timeslot für heute Morgen bekommen." Und Alina Gießler freut sich auf die Werke: "Das sind tolle Bilder. Ich finde, das ist ein toller Maler. Ich finde, es ist auch ein toller Stil."

Dabei hatte es am Anfang der Ausstellung Kritik gegeben: Die Räume seien zu klein, die Bilder hingen zu dicht, zu viele Besucher gleichzeitig. Das Museum reagierte auf die Beschwerden des Publikums, öffnete daraufhin bis in die Abendstunden und reduzierte die Ticketanzahl, um einen ungestörten Blick auf Meisterwerke zu ermöglichen - wie etwa die "Kreidefelsen" oder den "Wanderer über dem Nebelmeer". Insgesamt besuchten mehr als 325.000 Menschen die Ausstellung "Kunst für eine neue Zeit" und machten sie so zur erfolgreichsten in der Geschichte der Hamburger Kunsthalle.

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"Den Gegenwartsreiz dieses Künstlers auszuloten, ist ja genau das Ziel in dieser Ausstellung gewesen", erklärt Kunsthallen-Direktor Alexander Klar die enorme Faszination des Publikums. "Zu zeigen, dass Caspar David Friedrich eigentlich eine Art Konzeptmaler ist, der ja eher malt, was er in sich sieht, als das, was er vor sich sieht. Und das ist ein sehr zeitloses Konzept."

Viele Themen und Motive wirken in der Tat zeitlos. Epochale Werke - etwa das Eismeer - zeigen künstlerisch, wie die Natur den Menschen Grenzen setzt. Weltberühmte Rückenporträts wie "Der Wanderer über dem Nebelmeer" thematisieren das Sehen selbst, so Alexander Klar: "Wesentlicher Anknüpfungspunkt ist in meinen Augen, dass keines dieser Bilder zeitlich gebunden ist. Die Figuren könnten auch wir heute sein. Es gibt nichts, das historisch wirkt. Es wirkt gegenwärtig."

Anlässlich des 250. Geburtstages des Romantikers folgen über das Jubiläumsjahr verteilt weitere Caspar-David-Friedrich-Ausstellungen in Greifswald, Berlin und Dresden.

Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Der Morgen | 02.04.2024 | 07:20 Uhr

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