Bei jedem Ballkontakt: Cucurella in München ausgepfiffen

5 Tage vor

Eine der vielen Geschichten des zum Start furiosen EM-Halbfinals zwischen Spanien und Frankreich war die von Marc Cucurella. Der 25-Jährige wurde in München bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen.

Und schon wird es laut: Marc Cucurella wurde vom Münchner Publikum ausgepfiffen.

Und schon wird es laut: Marc Cucurella wurde vom Münchner Publikum ausgepfiffen. imago images

Das EM-Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich wird Marc Cucurella so schnell wohl nicht vergessen. Der Linksverteidiger der Iberer erlebte schließlich einen persönlich unschönen Abend. Von der ersten Minute an bedachte ihn das Publikum in der Münchner Allianz-Arena bei jedem Ballkontakt mit gellenden Pfiffen und Buhrufen.

Diese kamen mutmaßlich von deutschen Fans, die im Halbfinale lieber die DFB-Elf gesehen hätten. Für das Scheitern machten viele deutsche Anhänger neben Referee Anthony Taylor, der am Freitagabend in Stuttgart in der Verantwortung gestanden hatte, auch Cucurella verantwortlich. Die Szene, in der der Lockenkopf den strammen Schuss von Jamal Musiala in der 106. Minute des packenden Viertelfinals an die linke Hand bekam, wurde bereits unzählige Male emotional durchdiskutiert.

Vergessen haben die deutschen Fans die Szene aber offenbar noch nicht. Den Unmutsbekundungen ließen die spanischen Anhänger, die vereinzelt Locken-Perücken trugen, Gesänge für Cucurella folgen.

Cucurella schaltet in der neunten Minute zu spät

Als Cucurella vor dem Frankreich-Spiel auf der Pressekonferenz auf das große Streitthema angesprochen worden war, hatte dieser nur erwidert: "Wenn die Schiedsrichter sagen, es ist kein Handspiel, dann respektiere ich das als Spieler natürlich. Und wenn Schiedsrichterexperten sagen, es ist kein Handspiel, dann ist es kein Handspiel."

Sportlich allerdings stand der Profi vom FC Chelsea in München ebenfalls früh im Mittelpunkt: Als der ehemalige Frankfurter Angreifer Randal Kolo Muani nach nur neun Minuten zur französischen Führung einköpfte, stand Cucurella in unmittelbarer Nähe zum Schützen ohne wirklich einzugreifen.

In die Pause gingen die Spanier dennoch mit einer Führung, weil Wunderkind Lamine Yamal mit seinem Rekordtor und der schon gegen Deutschland überragende Dani Olmo den Spieß noch umdrehten.

msc

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