Zverev verspielt gegen Fritz 2:0-Satzführung und scheidet aus

5 Tage vor

Alexander Zverev war auf dem besten Weg, in sein erstes Wimbledon-Viertelfinale überhaupt einzuziehen. Der Deutsche führte gegen Taylor Fritz mit 2:0 nach Sätzen - und schied dennoch gegen den starken US-Amerikaner aus (6:4, 7:6, 4:6, 6:7, 3:6).

Zverev - Figure 1
Foto kicker

Schaffte es erneut nicht ins Achtelfinale von Wimbledon: Alexander Zverev. Getty Images

Zverev spielte in Wimbledon sehr stark auf, gab in seinen drei Spielen zuvor keinen einzigen Satz ab. Und genau so trat der Deutsche, der nach seinem Sturz in der Runde zuvor mit einer Kniebandage spielte, auch gegen Taylor Fritz auf. Der 27-Jährige servierte unglaublich stark, ließ bei seinem Service nichts zu. Und Zverev war es, der sich als erster Spieler Breakchancen erarbeitete. Die zweite davon nutzte er zum 5:4 und servierte wenig später den ersten Durchgang zu null aus.

Auch im zweiten Satz servierte der Deutsche extrem stark, Fritz hatte keine Chance, nur in die Nähe einer Breakchance zu kommen. Da aber auch der US-Amerikaner gut aufschlug, ging es folgerichtig in den Tiebreak. Dort hatte der beste deutsche Tennisspieler die besseren Nerven und gewann mit 7:4.

Es war keineswegs so, dass Fritz schlecht spielte, im Gegenteil sogar. Aber in den ersten beiden Durchgängen bot der Deutsche einfach gar nichts an. Doch das änderte sich im dritten Satz. Eine erste Breakchance beim Stand von 1:1 ließ Fritz aus, seine zweite einige Minuten später nutzte er zum 5:4 - die Entscheidung in diesem Satz, der mit 6:4 an die Nummer zwölf der Welt ging.

Fritz biegt 0:2-Satzrückstand um

Fritz spielte stark auf, hielt sein Niveau extrem konstant hoch und ließ auch im vierten Satz bei eigenem Aufschlag nichts zu. Aber auch Zverev hielt sich schadlos, weswegen es den zweiten Tiebreak des Matches gab. Dieses Mal mit dem besseren Ende für den US-Amerikaner, der seine Returnqualität deutlich angehoben hatte und sich mit einem 7:3 den vierten Durchgang schnappte.

Es ging also in den entscheidenden fünften Satz. Der psychologische Vorteil lag nun natürlich bei Fritz, der aus einem 0:2 ein 2:2 in Sätzen gemacht hatte. Und der US-Amerikaner nahm den Schwung mit, nahm Zverev den Aufschlag zum 3:1 ab und führte schnell mit 4:1. Einen Vorsprung, den er sich nicht mehr nehmen ließ und den fünften Satz mit 6:3 gewann.

Während Fritz nun im Viertelfinale auf Lorenzo Musetti aus Italien trifft, hat es Zverev erneut nicht geschafft, in Wimbledon über das Achtelfinale hinauszukommen.

mst

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