Wimbledon: Zverev zieht im Eiltempo in Runde drei ein

9 Tage vor

Stand: 04.07.2024 22:27 Uhr

Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev hat in WImbledon souverän die dritte Runde erreicht. Der Hamburger schlug den US-Amerikaner Marcos Giron am Donnerstagabend glatt in drei Sätzen 6:2, 6:1, 6:4 und trifft nun auf den Briten Cameron Norrie.

Zverev war gegen Giron vom Start weg der dominante, weil bessere Spieler: Sein Aufschlag kam kompromisslos, die Grundschläge saßen - zudem streute er immer wieder Highlights wie Longline-Passierbälle ein. Die hatte auch sein Gegner bisweilen im Repertoire, insgesamt aber hatte er der Wucht und Präzision des Hamburgers nichts entgegenzusetzen.

Mit dem klaren Erfolg sendet der 27-Jährige ein weiteres Signal an die Konkurrenz: Mit ihm ist in diesem Jahr auch auf Rasen zu rechnen. "Ich habe mich sehr wohl auf dem Court gefühlt", sagte Zverev nach seinem lockeren Sieg. Nach zwei Begegnungen ist er noch ohne Satzverlust.

"Es tut mir leid, aber ich werde eure Herzen brechen müssen. Bitte liebt mich danach wieder." Alexander Zverev

Gleich in Girons erstem Auschlagspiel holte er sich das erste Break, in nur 53 Minuten holte er sich gegen Giron die ersten beiden Sätze. Etwas spannender war der dritte Durchgang, in dem der 30 Jahre alte Kalifornier bis zum 4:5 aus seiner Sicht gut mithielt, dann sein Service aber nicht halten konnte. Nach nur 1:34 Stunden Spielzeit war die Begegnung beendet.

Am Sonnabend trifft Zverev beim Rasenklassiker in London nun auf Norrie, gegen den er die bisherigen fünf Vergleiche für sich entschieden hat. Mit Blick auf die Partie sagte Zverev mit einem Augenzwinkern in Richtung des Londoner Publikums: "Es tut mir leid, aber ich werde eure Herzen brechen müssen. Bitte liebt mich danach wieder."

Allerdings kam der Hamburger bei den Australian Open zu Saisonbeginn gegen Norrie erst mit einem Sieg im Tiebreak des fünften Satzes weiter. Zudem überzeugte der kommende Zverev-Gegner in der zweiten Runde von Wimbledon, wo er seinen Landsmann und Stuttgart-Sieger Jack Draper in drei Sätzen bezwang.

Zverev will WImbledon-Bilanz aufbessern

Der Deutsche hegt in diesem Jahr große Ambitionen bei dem Tennis-Klassiker, der bislang sein klar schwächstes Grand-Slam-Turnier ist. Zweimal erreichte er das Achtelfinale, bei den drei anderen Majors stand er jeweils mindestens im Halbfinale.

In diesem Jahr sei das Turnier in London so offen wie lange nicht, hatte er vor seinem Erstrundenduell mit dem Spanier Roberto Carballes Baena gesagt: "Es ist das erste Mal, dass ich wirklich das Gefühl habe, hier Anwärter zu sein, vielleicht den Titel gewinnen zu können."

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Sport aktuell | 04.07.2024 | 23:25 Uhr

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