Droht Entlassung? Xavi in nur zehnminütiger PK: „Es ändert sich ...

28 Tage vor

Xavi scheint beim FC Barcelona vor dem Aus zu stehen. Ein klärendes Gespräch noch vor dem 37. Spieltag am Sonntag lehnt Präsident Joan Laporta offenbar ab. So muss ein ungewisser Trainer ohne Klarheit am Samstag vor die Presse treten. In der nur zehnminütigen Medienrunde gibt er aber zu verstehen, dass sich für ihn nichts ändert. 

Xavi - Figure 1
Foto Barcawelt
FC Barcelona: Großer Wirbel um mögliche Trainer-Entlassung

Es sind seltsame Tage – speziell für einen: Xavi. Der 44-Jährige hatte seinen am 27. Januar zum Saisonende angekündigten Rücktritt als Trainer des FC Barcelona am 24. April bei einer Zusammenkunft mit Führungskräften des Klubs revidiert. Ganz zur Freude ebenjener Verantwortlichen um Präsident Joan Laporta, die wochenlang um eine Kehrtwende bemüht gewesen und daher nicht intensiv auf die Suche nach einem Nachfolger gegangen waren.

All das nur, damit es jetzt, gerade mal drei Wochen nach dem gemeinsamen Verbleib-Entscheidung, plötzlich heißt: Barça will Xavi angeblich feuern!

Der Stein des Anstoßes: Gewiss wahre, aus Sicht des Klubs zugleich aber eben auch pessimistische, wenig enthusiastische Worte, mit denen der Chefcoach die sportlichen Erwartungen für die Zukunft am Mittwoch in der Pressekonferenz vor dem LaLiga-Auswärtsspiel am Donnerstag bei der UD Almería (2:0) nach unten schraubte. Das Aus des früheren Weltklasse-Spielmachers gilt seit Freitag als Formsache, weil besonders Laporta jene Ausführungen als unangebracht empfunden und erbost reagiert haben soll.

Berichte um mögliches Aus als Barça-Trainer: Xavi nimmt Stellung

„Kann nicht mehr sagen, als dass der Klub mir Ruhe vermittelt hat“

Xavi soll sich angesichts der Unruhe nach der Rückkehr aus Almería am Freitag von Angesicht zu Angesicht ein klärendes Gespräch mit dem Klubchef gewünscht haben – vergebens. Laporta, der ebenso wie Sportdirektor Deco übrigens nicht mit nach Andalusien gereist war, lehnt dieses vor dem 37. Spieltag am Sonntag im Estadi Olímpic Lluís Companys gegen Rayo Vallecano (19 Uhr) dem Vernehmen nach ab. Unglücklich für Xavi, der dementsprechend am Samstag um 13 Uhr zur obligatorischen Pressekonferenz antreten musste, ohne scheinbar so recht zu wissen, was Sache ist, wie es weitergeht.

Interessant: Die Medienrunde dauerte diesmal lediglich zehn Minuten, im Regelfall hat sie eine Dauer von etwas mehr als 20. Xavi teilte mit: „Ich kann euch nicht mehr sagen, als dass der Klub mir Ruhe vermittelt hat. Und ich mache mit der gleichen Lust weiter. Mehr kann ich nicht sagen. Es ändert sich nichts, das Vertrauen des Präsidenten und von Deco ist intakt. Das ist das, was mir vermittelt wird, für mich ändert sich nichts. Wir stehen in permanentem Kontakt und wenn wir etwas mitteilen müssen, tun wir das. Es ist alles wie vor drei Wochen, als wir meinen Verbleib verkündeten. Wenn sich etwas ändert, werden wir euch das sagen. Ich verstehe die Fragen und die Unruhe, doch ich bin gelassen.“

Xavi: „Ich muss niemanden belügen“

Und weiter: „Ich habe null Zweifel, dass es mit mir als Trainer gut laufen kann. Nächste Saison können wir besser konkurrieren als in dieser. Den Spielern habe ich alles mit aller Natürlichkeit vermittelt und ihnen das gesagt, was ich euch hier gesagt habe. Ich muss niemanden belügen. Extern herrscht Lärm und es passieren Dinge. Ich antworte auf das, was die Medien schreiben. Etwas, das mir nicht vermittelt wurde.“

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Fahrt aufgenommen hatte die Berichterstattung um die scheinbar drohende Entlassung am Donnerstag in den Stunden vor dem Anstoß in Almería. Sie ging bereits da nicht an Xavi vorbei. Nach der Begegnung gab er sich ebenso schon gelassen, betonte: „Mir persönlich haben sie nichts gesagt. Ich habe einfach nur gesagt, was ich denke, wie die Wahrheit aussieht. Wir werden mit aller Hoffnung und Ambition um alle Titel kämpfen. Aber die Situation ist nicht einfach und wir arbeiten alle daran, sie zu verändern. Ich habe große Lust, die Saisonvorbereitung zu beginnen. Wir planen die nächste Saison, ich sehe das als Chance. Ich habe weiterhin die Ehre, bei dem für mich besten Klub der Welt zu sein: Barça. Ich denke, es ändert sich absolut nichts. Ich verstehe, dass in Barcelona im Umfeld immer Lärm herrscht, doch ich bin entspannt und habe große Hoffnung.“

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