WM 2022 News heute: Auch Belgiens Außenministerin trägt »One Love«-Binde in Katar

Hadja Lahbib neben Gianni Infantino

Hadja Lahbib neben Gianni Infantino

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Natacha Pisarenko / AP

Das waren die News am Mittwoch.

Das Wichtigste in Kürze

Belgiens Außenministerin Hadja Lahbib hat es Nancy Faeser gleichgetan und die »One Love«-Kapitänsbinde in Katar getragen.

Der stumme Protest  der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen die Fifa bleibt ohne Folgen.

Die deutschen Nationalspieler haben sich auf ihrem Teamfoto demonstrativ den Mund zugehalten, Schweiz-Kapitän Granit Xhaka glaube »aber nicht, dass wir als Schweiz irgendetwas tun müssen«.

Das deutsche Team erlebt den nächsten WM-Auftaktschock. Wie 2018 geht die erste Partie verloren. Beim 1:2 gegen Japan ließ die DFB-Elf viele Chancen aus. Die Spieler zeigten sich danach enttäuscht.

Der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert wartet weiter auf seinen ersten Einsatz. Die drei Schiedsrichterinnen  wurden ebenfalls erneut nicht nominiert.

Fifa-Präsident Gianni Infantino war beim ersten deutschen WM-Spiel gegen Japan im Stadion.

Spaniens Gavi jüngster WM-Torschütze seit Pelé

21.15 Uhr: Gavi wurde als »Man of the Match« ausgezeichnet, nachdem er zuvor mit 18 Jahren und 110 Tagen der jüngste Torschütze bei einer Weltmeisterschaft seit über sechs Jahrzehnten wurde. Den Rekord hält aber trotz Gavis Treffer in der 74. Minute immer noch kein Geringerer als die brasilianische Fußball-Ikone Pelé. Der Brasilianer war bei seinen beiden Toren gegen Schweden bei der WM 1958 17 Jahre und 249 Tage alt gewesen.

Wie Faeser: Belgiens Außenministerin mit »One Love«-Binde in Katar

21.11 Uhr: Hadja Lahbib hat es Nancy Faeser gleichgetan und die »One Love«-Kapitänsbinde am Oberarm getragen. Die Politikerin zeigte sich beim Spiel gegen Kanada auf der Tribüne des Ahmad bin Ali Stadion von Al-Rajjan neben Fifa-Präsident Gianni Infantino. Wenige Stunden zuvor hatte Bundesinnenministerin Nancy Faeser das deutsche Spiel gegen Japan besucht und ebenfalls die Binde getragen.

Trainer von Costa Rica: Mache mir Sorgen um Mannschaft

20.44 Uhr: Costa Ricas Trainer Luis Fernando Suárez hat Bedenken um den mentalen Zustand seiner Spieler nach der 0:7-Auftaktpleite bei der WM gegen Spanien. »Ich muss mit diesem Ergebnis arbeiten und mir sehr genau überlegen, was ich meinen Spielern sage, um ihre Stimmung wieder zu heben«, sagte er auch mit Blick auf die beiden ausstehenden Spiele in der Gruppe E gegen Japan und Deutschland. »Ich mache mir wirklich Sorgen, dass mein Team dieses schreckliche Resultat nicht verarbeiten kann«, sagte der 62-Jährige im Al-Thumama Stadion von Doha.

Davies bei Kanada fit, aber nervenschwach – Hazard startet als Kapitän für Belgien

20.22 Uhr: Trotz mäßiger Leistungen bei seinem Klub Real Madrid startet Belgien mit Eden Hazard ins letzte Spiel des Tages. Bei Kanadas erstem WM-Spiel seit 36 Jahren steht Bayern-Profi Alphonso Davies von Beginn an auf dem Platz. Der 22-Jährige hat seinen Muskelfaserriss rechtzeitig auskuriert. Nach zehn Minuten trat er zum Handelfmeter an, seinen schwachen Flachschuss parierte Belgiens Torwart Thibaut Courtois.

Das Spiel können Sie hier im Liveticker verfolgen.

Mund-zu-Geste hat keine Folgen für deutsche Nationalspieler

19.47 Uhr: Die viel beachtete Protest-Geste vor Deutschlands WM-Start gegen Japan wird keine Folgen für die Nationalspieler haben. Das teilte der Fußball-Weltverband Fifa am Mittwochabend wenige Stunden nach der Begegnung mit, zuvor hatte die Disziplinar-Kommission darüber beraten.

Über die Knebelgeste wird kontrovers diskutiert. Kollege Jörn Meyn aus der SPIEGEL-Sportredaktion schreibt: »Egal, was der DFB tut, er kann es niemandem mehr recht machen. Dafür hat sich der DFB in der Vergangenheit selbst zu stark demontiert.« Lesen Sie den Kommentar hier .

Spanien startet mit höchstem WM-Sieg seiner Geschichte

19.01 Uhr: Mitfavorit Spanien ist in der deutschen Gruppe mit einem Rekordsieg gestartet. Wenige Stunden nach der Auftaktniederlage des DFB-Teams gegen Japan (1:2) gewann die Mannschaft von Nationaltrainer Luis Enrique ihr erstes Spiel in Gruppe E 7:0 (3:0) gegen Costa Rica. Hier lesen Sie die Spielmeldung.

Zwei Brüder, zwei Länder

18.34 Uhr: Bei der WM spielen zwei Brüder – doch nicht für dieselbe Nation. Iñaki und Nico Williams treten zwar im Verein gemeinsam für Athletic Bilbao an, in Katar spielen sie aber heute für Spanien (Nico) und morgen für Ghana (Iñaki).

Brüder in verschiedenen Nationaltrikots gab es häufiger: Jérôme und Prince Boateng liefen für Deutschland beziehungsweise Ghana auf; Thiago spielt für Spanien, sein Bruder Rafinha für Brasilien; Paul Pogba wurde mit Frankreich Weltmeister, seine Geschwister Mathias und Florentin Pogba spielen für Guinea

Nach DFB-Zeichen: Schweizer planen wohl keine Geste

18.25 Uhr: Granit Xhaka sieht die Schweizer Fußball-Nationalelf nach der Mund-zu-Geste der deutschen Spieler nicht unter Druck, mit einer Aktion nachziehen zu müssen. Das deutsche Team hätte sich für diese Geste entschieden, sagte der frühere Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach einen Tag vor dem ersten Gruppenspiel der Schweizer am Donnerstag (11.00 Uhr/MagentaTV) gegen Kamerun. »Ich denke nicht, dass wir als Schweiz etwas machen müssen.« Der Fokus gelte nun dem Fußball, so Xhaka.

Spanien dominiert im Duell der deutschen Gruppengegner

17.49 Uhr: Die spanische Nationalmannschaft steht vor einem eindrucksvollen Start in die WM. Im Spiel der beiden deutschen Gruppengegner führt die Mannschaft von Luis Enrique zur Pause 3:0 gegen Costa Rica.

Dani Olmo, Asensio und Ferran Torres – alle drei Offensivspieler waren bereits erfolgreich. Olmos erzielte den 100. WM-Treffer des Titelträgers von 2010.

Frust bei deutschen Spielern – Flick äußert sich zu Mundgeste

17.08 Uhr: Die Spieler der deutschen Nationalmannschaft haben frustriert auf die Auftaktniederlage bei der Fußball-WM in Katar reagiert.

»Das ist eine Riesenenttäuschung für uns, wir sind frustriert. Für mich ist es so knapp nach dem Spiel schwer zu verstehen, wie wir das aus der Hand gegeben haben«, sagte Kapitän Manuel Neuer.

Deutschlands Torschütze İlkay Gündoğan äußerte sich ebenfalls enttäuscht: »Wir haben es Japan zu einfach gemacht. Gerade beim zweiten Tor, ich weiß nicht, ob jemals bei einer WM ein einfacheres Tor erzielt wurde, das darf nicht passieren.«

Thomas Müller vom FC Bayern München sagte: »Das Spiel gegen Spanien müssen wir so angehen, dass wir dort fast schon absolut gewinnen müssen. Diesen Druck wollten wir uns eigentlich mit einem Auftaktsieg nehmen. Aber ja, jetzt haben wir den Salat.«

Bundestrainer Hansi Flick hat die mangelnde Chancenverwertung seiner Mannschaft beklagt. »Wir haben viele Torchancen nicht gemacht.« Zur Aktion der deutschen Mannschaft vor dem Japanspiel sagte er: »Es soll ein Zeichen gewesen sein von uns als Mannschaft, dass die Fifa uns mundtot macht.«

DFB-Team verliert zum Auftakt gegen Japan

16.04 Uhr: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat den Start in die WM in Katar verpatzt. Gegen Japan unterlag die DFB-Auswahl am Mittwoch in Al-Rajjan 1:2 (1:0). Die japanische Fußball-Nationalmannschaft hat mit dem Sieg für ein Novum in der eigenen WM-Geschichte gesorgt. Erstmals überhaupt drehten die Asiaten bei der WM einen 0:1-Rückstand.

Lesen Sie

hier die Meldung zum Spiel,

hier den ausführlichen Spielbericht,

hier  die Einzelkritik des DFB-Teams,

hier den Spielverlauf im Minutenprotokoll.

Wieder kein WM-Einsatz für Schiedsrichter Siebert

15.27 Uhr: Der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert muss weiter auf seinen ersten Einsatz bei der Fußball-WM in Katar warten. Auch für die Spiele am sechsten Turniertag am Freitag ist der Berliner vom Weltverband Fifa nicht berücksichtigt worden.

Seine drei weiblichen Kolleginnen wurden ebenfalls erneut nicht als Hauptschiedsrichterinnen nominiert.

Portugals Trainer: Ronaldo-Entscheidung wurde »nicht diskutiert«

15.07 Uhr: Die Trennung von Superstar Cristiano Ronaldo und dessen Klub Manchester United ist laut Trainer Fernando Santos zu keiner Zeit ein Thema innerhalb der portugiesischen Fußball-Nationalmannschaft gewesen. »Darüber wurde gar nicht diskutiert«, sagte Santos. »Dieses Gespräch wurde nicht geführt, zu keinem Zeitpunkt.« Vor dem WM-Auftakt der Portugiesen gegen Ghana am Donnerstag (17.00 Uhr ZDF/MagentaTV) konzentriere sich die Mannschaft auf das Sportliche.

Hier  können Sie lesen, wie es nun für Cristiano Ronaldo weitergehen könnte.

Für Ronaldo ist seine fünfte WM in Katar die möglicherweise letzte Chance auf den WM-Titel. »Wir wissen, was diese WM für ihn bedeutet«, sagte Fernandes. »Er hat sich immer schon auf den Titelgewinn fokussiert.« Ronaldo könnte das Turnier zudem nutzen, um sich für einen neuen Verein zu empfehlen. Der 37-Jährige und sein Klub hatten am Dienstag ihre Trennung bekannt gegeben, nachdem Ronaldo den Klub zuletzt in einem Interview scharf kritisiert hatte.

Fifa-Präsident Infantino beim ersten deutschen WM-Spiel in Katar dabei

14.15 Uhr: Fifa-Präsident Gianni Infantino zählte am Mittwoch zu den Ehrengästen beim ersten WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft in Katar. Der Schweizer saß im Khalifa International Stadion in Al-Rajjan auf der Tribüne – zwei Tage, nachdem der Fußball-Weltverband den Streit um die »One Love«-Kapitänsbinde von Manuel Neuer hatte eskalieren lassen. Die Binde wurde von der Fifa verboten, die Spitze des Deutschen Fußball-Bundes um DFB-Präsident Bernd Neuendorf kritisierte diese Entscheidung scharf.

Fifa-Präsident Gianni Infantino (m.) mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser (l.) und DFB-Präsident Bernd Neuendorf

Fifa-Präsident Gianni Infantino (m.) mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser (l.) und DFB-Präsident Bernd Neuendorf

Foto: Alex Grimm / Getty Images
DFB-Elf startet mit Schlotterbeck und Gündogan, Goretzka auf der Bank

13.30 Uhr: Bundestrainer Hansi Flick überrascht zum deutschen WM-Start mit der Aufstellung. Alles Wichtige zum Spiel können Sie im SPIEGEL-Liveticker verfolgen.

Ronaldo-Abschied kam bei Portugal »nicht zur Sprache«

13.29 Uhr: Cristiano Ronaldos Abschied von Manchester United soll die portugiesische Nationalmannschaft beim WM-Auftakt gegen Ghana nicht negativ beeinflussen. »Das wurde nicht besprochen. Das Thema kam nicht zur Sprache, nicht einmal von ihm«, sagte Nationaltrainer Fernando Santos in Doha.

Am Dienstagabend hatte Manchester United die sofortige Trennung vom Superstar bekannt gegeben. Ungeachtet des Wirbels seien seine Nationalspieler vor dem Auftakt gegen die Westafrikaner am Donnerstag (17.00 Uhr, TV: ZDF und MagentaTV) jedoch »sehr fokussiert und entschlossen«, beteuerte Santos.

Nancy Faeser, die Fifa und die Angst vor der Liebe

12.46 Uhr: Bundesinnenministerin Faeser besucht deutsche Fans bei der WM. Um den Fußball geht es dabei als Letztes. Das Verbot der »One Love«-Binde schwebt immer noch wie ein Schatten über dem DFB-Team. Lesen Sie hier mehr dazu. 

Bayern-Profi Mazraoui verletzt sich in Marokkos WM-Auftaktspiel

12.29 Uhr: Bei der Fußball-WM in Katar hat sich der nächste Profi des FC Bayern München verletzt. Einen Tag nach dem Kreuzbandriss des Franzosen Lucas Hernández musste der marokkanische Außenverteidiger Noussair Mazraoui am Mittwoch im Spiel gegen Kroatien nach rund einer Stunde angeschlagen vom Feld. Der 25-Jährige zog sich die Blessur offenbar bei einem Kopfball zu. Nach einer Behandlung spielte Mazraoui zunächst weiter, musste kurz darauf aber mit einer Trage vom Platz gebracht werden. Alles zum Spiel lesen Sie hier:

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»One Love«: Bierhoff lässt deutsche Reaktion offen

12.00 Uhr: Nach dem Fifa-Eklat um die »One Love«-Kapitänsbinde hat DFB-Direktor Oliver Bierhoff vor dem WM-Auftakt der deutschen Nationalmannschaft gegen Japan (14.00 Uhr, TV: ARD und MagentaTV) um mehr Verständnis für die Spieler geworben. »Letztlich bekommen die Spieler immer wieder Kritik ab. Das tut natürlich an der einen oder anderen Stelle weh, weil man denkt: Wann ist es genug und wann kann ich mich auf die WM konzentrieren«, sagte Bierhoff in der ARD. 

Eine deutsche Reaktion auf das Verbot Binde rund um das erste WM-Spiel der DFB-Elf ließ Bierhoff offen. »Wir werden sehen. Das hat die Spieler sehr beschäftigt«, sagte er in der ARD auf die Frage von Sportschau-Reporterin Lea Wagner, ob heute etwas geplant sei. Er vermied auf Nachfrage ein Dementi zu möglichen Aktionen.

Nach einem Treffen mit deutschen Fans hatte DFB-Präsident Bernd Neuendorf bestätigt, dass der Verband derzeit »rechtliche Schritte« gegen das Verbot durch den Weltverband Fifa prüfe.

Papst: WM sei »Gelegenheit zur Begegnung und Harmonie«

11.10. Uhr: Papst Franziskus hat bei der Generalaudienz am Mittwoch einen Gruß an die WM-Teilnehmer gerichtet. »Ich möchte den Spielern, Fans und Zuschauern, die von verschiedenen Kontinenten aus die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar verfolgen, meine Grüße übermitteln. Möge dieses wichtige Ereignis eine Gelegenheit zur Begegnung und der Harmonie zwischen den Nationen sein«, sagte der 86-jährige Franziskus am Ende der Generalaudienz.

Der Pontifex ist großer Fan des argentinischen Klubs San Lorenzo. Immer wieder empfängt er Fußballer und Manager bei Audienzen im Vatikan.Zu der internationalen Diskussion um die »One Love«-Armbinde gab es allerdings keine Aussage des Argentiniers.

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