Wales gegen Iran im WM-Liveticker: Iran gewinnt mit Doppelschlag in 99 Minute

Ein irres Spiel zwischen Iran und Wales. Lange deutete vieles auf ein torloses Unentschieden hin, doch dann drehte Iran auf. Erst eine Dreifach-Chance, dann flog der Wales-Torwart nach brutalem Foul vom Platz. Die iranische Nationalmannschaft wurde immer gieriger und traf doppelt in einer Mega-Nachspielzeit - Emotionen pur. Das Spiel im Tickerprotokoll zum Nachlesen.

November und Dezember 2022 - Der Spielplan für die Fußball-WM in Katar

Wales- Iran 0:2 (0:0)

Tore: 0:1 Roozbeh Chehmi (90.+8), 0:2 Ramin Rezaeian (90.+11)

Rote Karte: Wayne Hennessey (86.)

Das Wichtigste in Kürze: Irans Fußball-Nationalmannschaft hat durch zwei späte Tore den ersten Sieg bei der WM in Katar gefeiert. Roozbeh Cheshmi (90.+8 Minute) und Ramin Rezaeian (90.+11) sorgten für das umjubelte 2:0 (0:0) gegen Wales und schockten damit das Team um Superstar Gareth Bale. Vor 40.875 Zuschauern im Ahmad bin Ali Stadion von Al-Rajjan hatte der Iran zuvor große Möglichkeiten vergeben. Bei Wales sah Torwart Wayne Hennessey (86.) in der Schlussphase die Rote Karte. Das Weiterkommen in Gruppe B ist nach zwei Spielen noch für beide Mannschaften möglich.

Die iranischen Spieler sangen vor der Partie während der Hymne. Beim 2:6 gegen England zum WM-Auftakt hatte sie noch darauf verzichtet. In den vergangenen Tagen war über drohende drastische Sanktionen und einen erhöhten Druck auf die Profis von Seiten der Regierung berichtet worden.

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Wales - Iran

25.11.2022 | 11:00 Uhr

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Iran-Stürmer Taremi: „Wir stehen nicht unter Druck" wegen der Hymne

Nach dem Schweigen der iranischen Elf während der Nationalhymne beim WM-Auftaktspiel gegen England machen sich die Spieler nach eigener Aussage keine Sorgen vor möglichen Konsequenzen. „Nein, wir stehen nicht unter Druck", sagte Stürmer Medhi Taremi am Donnerstag in Doha auf die Frage, ob die Mannschaft wegen möglicher Folgen beunruhigt sei. „Tatsache ist: Wir sind hierhergekommen, um Fußball zu spielen.“

Eine Frage zu einer möglichen Botschaft der Mannschaft an die protestierenden Menschen im Iran wich der Stürmer aus. Er wolle nicht über politische Themen reden, sagte Taremi, der beim 2:6 gegen England im ersten Spiel beide iranischen Tore erzielt hatte. Was auf Nebenplätzen passiere, sei kein Störfaktor. „Ich kann nichts ändern“, erklärte er. 

Irans Elf hatte zum WM-Auftakt während der Hymne geschwiegen. Iranische Aktivisten sahen darin eine Geste der Unterstützung für die landesweiten Proteste im Land. Das iranische Staatsfernsehen unterbrach die Übertragung. Danach gab es Spekulationen, den Spielern könnten in der Heimat Konsequenzen drohen. 

Im wichtigen zweiten Spiel am Freitag gegen Wales muss das Team auf Torwart Alireza Beiranvand verzichten. Er war gegen England mit einem Gegenspieler zusammengeprallt und musste mit einer schweren Kopfverletzung ausgewechselt werden. 

Der 30-Jährige stand zwar am Donnerstag mit einer Gesichtsmaske wieder auf dem Trainingsplatz. Bei Verdacht auf Gehirnerschütterung schreiben die FIFA-Regeln aber eine stufenweise Rückkehr des Spielers zur vollen Belastung vor. Dieses Protokoll könne nicht umgangen werden, sagte Irans portugiesischer Trainer Carlos Queiroz. Stürmer Sardar Azmoun von Bayer Leverkusen kann sich Hoffnungen auf einen Platz in der Startelf machen.                             

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