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3. Liga: Magdeburg lebt noch! FCM dreht Kellerduell in Köln

Magdeburg hat seine Drittliga-Negativserie durchbrochen und die Minimal-Hoffnungen auf den Klassenerhalt genährt. Nach sechs Niederlagen in Folge gewann der FCM endlich wieder. Und das trotz frühem Rückstand in Köln.
Erster Sieg nach sechs Niederlagen

Nach sechs Niederlagen in Serie holte der FCM den ersten Dreier, für Titz war es überhaupt erst der erste Sieg in seinem vierten Spiel als Magdeburg-Coach. Mit dem Sieg klettert Magdeburg um einen Rang auf Platz 18. Das rettende Ufer ist nur noch zwei Punkte entfernt - wenngleich die Tabelle durch einige noch ausstehende Nachholspiele sehr verzerrt ist. Köln rutscht um einen Rang nach unten auf Platz 15. und bleibt mit nur drei Punkten Abstand auf Rang 17. in akuter Abstiegsgefahr.

Zwei Tore aus dem Nichts drehen die Partie

Beim Magdeburger Gastspiel in Köln hatte allerdings Mitte der ersten Halbzeit wohl kaum noch jemand an einen derart furiosen Sieg des Tabellen-Vorletzten geglaubt. Der FCM lag nach einem Kopfball von Klefisch (18.) schon wieder hinten. Die Angst vor dem Abstieg und einer Niederlage war beim FCM bei jeder Ballberührung zu spüren. Köln presste zudem früh und machte Magdeburg da Leben schwer. Ein Doppelschlag aus dem Nichts erweckte Magdeburg aber zum Leben: Müller traf nach schöner Obermair-Vorarbeit und einem seltenen FCM-Konter aus Nahdistanz (37.). Kurz darauf drehte Brünker nach Atik-Vorarbeit ebenfalls aus zentraler Position das Spiel (39.).

Magdeburg kontert sich zum Sieg

Köln rettete sich mit dem knappen Rückstand in die Pause, drehte nach dem Wechsel aber richtig auf. Die ersten Minuten der zweiten Halbzeitz konnte sich der FCM kaum befreien. Doch mitten in die Kölner Druckphase konnte Obermair erhöhen: Nach tollem Zusammenspiel mit Florian Kath traf er aus 16 Metern ins rechte untere Eck (53.). Zur Vorentscheidung traf Atik nach einem Fehler von Kölns Keeper Sebastian Mielitz, der einen Ball direkt vor Atiks Füße prallen ließ (80.). Ein wunderschöner Freistoß von Wunderlich neben den Pfosten (84.) war nur noch Ergebniskosmetik.

Das sagten die Trainer

Christian Titz (Magdeburg): "In den ersten 20 Minuten waren wir nicht griffig, da haben wir viele einfache Fehlpässe gemacht. Wichtig war, dass dann Mentalität gezeigt haben. Wichtig war auch, dass wir das 1:1 machen und dann gleich nachlegen konnten. Knackpunkt waren diese beiden Tore. Nicht nur die elf auf dem Platz, sondern auch die, die auf der Bank waren, haben die Mannschaft unterstützt. In unserem kleinen Trainingslager ist die Mannschaft noch ein bisschen zusammengewachsen. Uns muss klar sein: Wir haben jetzt einen Sieg geholt, das ist keine Selbstverständlichkeit. Wir müssen am Samstag die gleiche Bereitschaft zeigen. Aber heute haben sich die Spieler ein Radler verdient."

Olaf Janßen (Köln): "Uns war von vorherein klar, aus was für einem Gegner wir treffen. Wenn Christian da ist, hat die Mannschaft ein komplett neues Gesicht. Wir wussten, wie schwer es ist, gegen Magdeburg zu spielen. Die erste halbe Stunde haben wir das super gemacht, haben viele Bälle erobert und es dem Gegner schwer gemacht. Die zwei Gegentore innerhalb von zwei Minuten sind natürlich extrem schlecht für das Selbstbewusstsein. Der Gegner hat dann sein Spiel durchgezogen, und deshalb ist Magdeburg auch als verdienter Sieger vom Platz gegangen. Mit dem 1:2 hat uns der Gegner den Zahn gezogen und und seine DNA aufgezwungen. Ich bin aber guter Dinge, dass wir uns jetzt schütteln und am Samstag gegen Lübeck einen neuen Angriff auf drei Punkte starten."

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