Schüler des Wildeshauser Gymnasiums feiern „Thanksgiving“

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Erstellt: 27.11.2022, 06:38 Uhr

Von: Dierk Rohdenburg

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Der Truthahn wird angeschnitten: Lehrer Jörn-Timo Riepel in der Mensa des Gymnasiums.

Der Truthahn wird angeschnitten: Lehrer Jörn-Timo Riepel in der Mensa des Gymnasiums. © Gymnasium

Wildeshausen – Eine hell erleuchtete Mensa, zahlreiche anwesende Schüler und dazu eine Leinwand, auf der Sportler über grünen Rasen liefen: Spaziergänger, die am Freitagabend das Gelände des Gymnasiums überquert haben, werden womöglich eine WM-Party vermutet haben.

Doch was wirklich in der Schulmensa stattfand, war ein großes Stück importierter US-Tradition: Englischlehrer Jörn-Timo Riepel lud Schüler seiner Klassen aus den Jahrgängen 9, 11 und 13 zusammen mit Angehörigen der von ihm betreuten Technik-AG zu einer Thanksgiving-Feier (amerikanisches Erntedank-Fest mit Sportfernsehen) ein.

Riepel, der eine US-amerikanische Ehefrau hat und daher sehr oft in den Vereinigten Staaten zu Gast ist, freute sich über 50 Schüler und drei Kollegen, die seiner Einladung folgten. Und dies zu tun, bedeutete nicht etwa, nur anwesend zu sein und sich verwöhnen zu lassen, sondern es wurde gemeinsam in der großen Küche der Mensa amerikanisch gekocht und zubereitet. „Das bedeutete unter anderem, amerikanische Rezepte vorher korrekt übersetzen und gegebenenfalls umrechnen zu müssen – und herauszufinden, dass Brown Sugar nicht etwa einfach nur gewöhnlicher brauner Zucker, sondern Zucker mit Melasse ist“, so Riepel.

Drei Truthähne wurden verspeist

Der kulinarische Höhepunkt und unverzichtbarer Bestandteil einer Thanksgiving-Feier waren aber die drei Truthähne, die die Fleischerei Tonn aus Wildeshausen zu einem Sonderpreis bereitstellte und anlieferte.

Drei Jahrgänge lassen es sich schmecken: Am Freitag gab es im Gymnasium ein Thanksgiving-Essen.

Drei Jahrgänge lassen es sich schmecken: Am Freitag gab es im Gymnasium ein Thanksgiving-Essen. © Gymnasium

Zum Gelingen des Abends steuerte die Technik-AG ein eigens entwickeltes Lichtkonzept bei. Da störte es dann auch niemanden mehr, dass die Feier streng genommen mit einem Tag Verspätung stattfand. Der eigentlich „korrekte“ Donnerstag konnte nicht gewählt werden, da zeitgleich ein Elternsprechtag angesetzt war.

Dem Genuss für die Augen und Gaumen tat das keinerlei Abbruch. Und Gedanken über die Fußball-WM machte sich erst recht niemand. Die über die Leinwand laufende Sportübertragung war ein American-Football-Spiel.

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