WM 2022: Gavi verzückt Spanien gegen Costa Rica - Furia Roja als nächstes gegen deutsche Nationalmannschaft

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Als ihm die Kampfansage an die taumelnde deutsche Mannschaft herausgerutscht war, biss sich Luis Enrique auf die Zunge. Nach dem historischen "Spiel der 1000 Pässe" zum WM-Auftakt mit seinem "Wunderkind" Gavi im Mittelpunkt hatte Spaniens Nationaltrainer angekündigt: "Wir werden gegen Deutschland exakt genauso spielen."

Doch schnell merkte er, wie das nach dem 7:0 (3:0)-Rekordsieg gegen Costa Rica klang - und fügte an: "Wir versuchen es zumindest. Und Deutschland kann natürlich auch gewinnen." Es folgten ein wenig pflichtschuldig ein Lob für den prominenten Gegner mit einem "tollen Team" und eine Erklärung für dessen 1:2-Pleite gegen Japan: "Das war eine Überraschung, aber im Fußball gibt es Überraschungen, da weiß man nie."

Ob seine Furia Roja die DFB-Elf bereits am Sonntag nach Hause schickt? Darüber wollte er "nicht spekulieren".

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Erst danach wandte sich der ehemalige Weltklasse-Mittelfeldspieler dem Hauptdarsteller bei Spaniens höchstem WM-Sieg zu - dem 18-jährigen Gavi. Das Supertalent des FC Barcelona hatte nicht nur als jüngster WM-Torschütze seit der brasilianischen Fußballlegende Pele 1958 und jüngster spanischer WM-Spieler Sportgeschichte geschrieben, sondern war bei der "Rückkehr des Tiki-Taka" (AS) auch genialer Vorbereiter und Vollender zugleich gewesen

"Er ist ein besonderer Spieler", schwärmte Enrique über Gavi, der nicht nur in deutschsprachigen Medien immer häufiger unter "Wunderkind" firmiert, "er ist erst 18, hat aber die Persönlichkeit eines erfahrenen Spielers. Er wird einer der Stars im Weltfußball werden."

Spanien schafft Rekord gegen Costa Rica

Seit seinem sehenswerten Tor zum zwischenzeitlichen 5:0 - volley mit dem Außenrist an den Innenpfosten - ist er dem Allergrößten schon sehr nahe gekommen. "Pele", antwortete Gavi, als er gefragt wurde, wer zuletzt noch jünger ein WM-Tor erzielt habe: "Sie haben es mir gesagt, ich wusste es nicht." Er sei "sehr stolz" darauf und hätte "nie geträumt, in diesem Alter hier zu sein".

Der Treffer war die Krönung einer grandiosen Leistung im extrem dominanten spanischen Mittelfeld - im "Spiel der 1000 Pässe", wie Sport titelte. Gavi war mittendrin, als La Roja als erstes Team der WM-Geschichte 1003 Pässe an den Mitspieler brachte - von 1061. Der offiziell beste U21-Spieler der Welt, dem Barca jüngst den Vertrag bis 2026 mit einer Ausstiegsklausel für eine Milliarde Euro verlängert hatte, bildete mit seinem nur ein Jahr älteren "Freund" Pedri und Kapitän Sergio Busquets (34), der fast sein Vater sein könnte, das Auge im spanischen "Tornado" (Marca), der über Costa Rica hinwegfegte.

Er hoffe, dass Gavi "jedes Mal besser" spiele, "aggressiver mit und ohne Ball", sagte Enrique - und versprach dem nächsten Gegner: "Ich habe keine Zweifel, dass wir mit derselben Intensität spielen werden, wenn nicht sogar mit mehr, denn Deutschland motiviert uns."

(SID)

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