Ukraine-Krieg: Selenskyj sieht Fortschritte bei Verhandlungen – „Wollen Frieden und Sieg“

Im Ukraine-Krieg verhandeln Russland und die Ukraine weiter über eine Waffenruhe. Ein Abgeordneter der Duma stellt dabei eine absurde Forderung.
  • Nail Akkoyun

    VonNail Akkoyun

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  • Christian Stör

    Christian Stör

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Im Ukraine-Krieg verhandeln Russland und die Ukraine weiter über eine Waffenruhe. Ein Abgeordneter der Duma stellt dabei eine absurde Forderung.

  • Im Ukraine-Konflikt* laufen die Verhandlungen zwischen Russland* und der Ukraine*.
  • Wolodymyr Selenskyj*, Präsident der Ukraine, ist optimistisch. Auch Russlands Präsident Wladimir Putin* spricht von Fortschritten.
  • Zahlreiche Länder bieten sich als Vermittler in den Verhandlungen im Ukraine-Krieg* an - darunter die Volksrepublik China* und die Türkei*.

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+++ 10.30 Uhr: In den Verhandlungen im Ukraine-Krieg werden absurde Forderungen aus Russland laut. Wie die britische Daily Mail berichtet, forderte der Duma-Abgeordnete* Oleg Matveychev „die Rückgabe aller russischen Besitztümer, des russischen Imperiums, der Sowjetunion und des heutigen Russlands, die in den Vereinigten Staaten beschlagnahmt wurden, und so weiter.“ Zu diesen Gebieten gehört unter anderem Alaska.

+++ 09.18 Uhr: Die Verhandlungen über einen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg sollen heute fortgesetzt werden. Laut Informationen des Nachrichtenportals Moscow Times schaltet sich zum wiederholten Mal Recep Tayyip Erdogan ein. Der türkische Präsident schickt demnach Außenminister Mevlut Cavusoglu, um zwischen beiden Seiten zu vermitteln.

Cavusoglu werde sich sowohl mit Wolodymyr Selenskyj in Kiew als auch mit Wladimir Putin in Moskau treffen, so Erdogan. „Wir schicken unseren Außenminister nach Russland. Er wird in Moskau Gespräche führen. Anschließend reist er am Donnerstag in die Ukraine“, so Erdogan über die anstehenden Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg.

Der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu im Gespräch mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow.

© Handout/afp

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Beide Parteien verhalten optimistisch

+++ 06.15 Uhr: Die Verhandlungen zwischen Russland und die Ukraine gehen weiter. Am Dienstagabend erklärte der ukrainische Präsidentenberater Mychajlo Podoljak, die Gespräche würden am heutigen Mittwoch fortgesetzt. Die Ukraine fordert ein Ende des Krieges und einen Abzug der russischen Truppen. Russland verlangt unter anderem, dass Kiew die annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim als russisch sowie die ukrainischen Separatistengebiete als unabhängige Staaten anerkennt.

Update vom 16.03.2022, 03:20 Uhr: - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich zu den Gesprächen mit Russland über ein Ende des Krieges vorsichtig optimistisch geäußert. Die Verhandlungspositionen hörten sich realistischer an, sagte er in einer in der Nacht zu Mittwoch veröffentlichten Videobotschaft. Bis die Ukraine zufrieden sein könne, dauere es aber noch. „Wir alle wollen so schnell wie möglich Frieden und Sieg“, meinte der Präsident. „Aber es braucht Mühe und Geduld. Es muss noch gekämpft und gearbeitet werden.“ Jeder Krieg ende mit einer Vereinbarung. „Die Treffen werden fortgesetzt.“

Ukraine-Krieg: Putin übt vor Verhandlungen Kritik an Ukraine

+++ 19.00 Uhr: Die ukrainische Regierung sieht Fortschritte bei den Verhandlungen mit Russland über ein Ende des Krieges. Die Gespräche seien „konstruktiver“ geworden, sagte der ukrainische Präsidentenberater Ihor Showkwa der Agentur Unian zufolge. „In den ersten Runden war Russland nicht bereit, unsere Position anzuhören, sondern hat Ultimaten gestellt: dass die Ukraine sich ergibt, die Waffen niederlegt, dass unser Präsident eine Kapitulation unterzeichnet“, sagte Showkwa. „Nun spricht Russland in einem etwas anderen Ton.“

Ukraine-Krieg: Putin kritisiert Ukraine wegen Verhandlungen – „Keine ernsthafte Haltung“

+++ 18.33 Uhr: In einem Telefonat mit EU-Ratspräsident Charles Michel hat Russlands Präsident Wladimir Putin das Auftreten der ukrainischen Seite bei den laufenden Ukraine-Verhandlungen kritisiert. Putin habe gesagt, „dass Kiew keine ernsthafte Haltung zur Suche nach für beide Seiten akzeptablen Lösungen zeigt“, hieß es in einer Kreml-Mitteilung vom Dienstagabend. Zudem warf Putin der EU vor, am Montag einen ukrainischen Raketenangriff auf ein Wohngebiet im ostukrainischen Separatistengebiet Donezk ignoriert zu haben. Die Ukraine stritt bereits ab, für die Attacke verantwortlich zu sein.

Verhandlungen zum Ukraine-Krieg: Selenskyj rechnet nicht mit Nato-Beitritt

+++ 17.40 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Nato-Beitrittsperspektive seines Landes als unwahrscheinlich eingeräumt. „Es ist klar, dass die Ukraine kein Nato-Mitglied ist, wir verstehen das“, sagte Selenskyj am Dienstag während eines Online-Auftritts vor Vertretern der nordeuropäischen Militär-Kooperation Joint Expeditionary Force. „Jahrelang haben wir von offenen Türen gehört, aber jetzt haben wir auch gehört, dass wir dort nicht eintreten dürfen, und das müssen wir einsehen“, fügte Selenskyj hinzu. „Ich bin froh, dass unser Volk beginnt, das zu verstehen, auf sich selbst zu zählen und auf unsere Partner, die uns helfen.“

Russland, das seit fast drei Wochen Krieg gegen das Nachbarland führt, fordert in den Ukraine-Verhandlungen einen sogenannten neutralen Status – also einen Verzicht der Ukraine auf einen Nato-Beitritt. Der ukrainische Präsidentenberater Olexij Arestowytsch sagte der Agentur Unian zufolge, es gebe nur zwei Möglichkeiten, den Krieg zu beenden: Entweder komme Moskau in den laufenden Verhandlungen der Forderung Kiews nach einem Truppenrückzug nach. Oder Russland kämpfe weiter – und werde letztendlich von der ukrainischen Armee besiegt.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Selenskyj-Berater kann sich Kriegsende im Mai vorstellen

+++ 16.11 Uhr: Dem ukrainischen Präsidentenberater Olexii Arestowitsch zufolge könnte der Ukraine-Krieg noch bis Mai andauern. „Ich denke, wir sollten bis Mai, Anfang Mai, ein Friedensabkommen haben, vielleicht viel früher, wir werden sehen“, sagte der Vertraute von Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem von mehreren Sendern veröffentlichten Video. Arestowitsch selbst ist jedoch nicht an den Verhandlungen beteiligt, die am Dienstag fortgesetzt wurden.

In den Gesprächen sei „eine mögliche friedliche Lösung“ sowie „mögliche Sicherheitsgarantien für die Ukraine nach Beendigung der Kriegshandlungen“ thematisiert worden, erklärte auch Selenskyj-Berater Ihor Showkwa am Montag in den ARD-Tagesthemen.

Ukraine-Krieg: Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland fortgesetzt

+++ 13.00 Uhr: Die Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland über ein Ende des Ukraine-Kriegs sind nach Angaben aus Kiew weitergegangen. „Sie wurden bereits fortgesetzt“, sagte der ukrainische Delegationsleiter David Arachamija der Zeitung Ukrajinska Prawda. Weitere Angaben machte er nicht. Von russischer Seite gab es dafür zunächst keine Bestätigung.

Ukraine-Krieg: Welche Rolle China bei den Verhandlungen spielen könnte

+++ 12.00 Uhr: Der US-amerikanische nationale Sicherheitsberater, Jake Sullivan, traf sich am Montag (15.03.2022) mit seinem chinesischen Pendant zu Verhandlungen. Nach den siebenstündigen Beratungen zur Ukraine war von „freimütigen, tief gehenden und konstruktiven“ Spitzengesprächen die Rede. Die Angst, China könnte Russland im Ukraine-Konflikt unterstützen, wächst im Westen.

Chinas Außenminister Wang Yi sieht sein Land jedoch „nicht als Partei“ im Konflikt um die russische Invasion. Ferner sagte er in einem Telefonat mit seinem spanischen Kollegen José Manuel Albares, seine Regierung „will nicht, dass die Sanktionen China treffen“. „China hat das Recht, seine legitimen Rechte und Interessen zu schützen“, zitierte ihn das Außenministerium am Dienstag in Peking.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Beide Seiten verhalten optimistisch

Update vom Dienstag, 15.03.2022, 11.00 Uhr: Heute werden die Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland in die nächste Runde gehen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gibt sich im Vorfeld optimistisch, dass die Gespräche demnächst zu einem guten Ergebnis führen werden. So sagte Selenskyj in der Nacht, er habe mit dem israelischen Ministerpräsidenten Naftali Bennett gesprochen, um den Krieg schnell zu beenden und einen ehrlichen Frieden zu erreichen. Bennett hatte zuvor auch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert.

Ukraine-Krieg: Selenskyj kündigt weitere Verhandlungen an

Erstmeldung vom 15.03.2022: Kiew - Der Ukraine-Krieg dauert nun bereits fast drei Wochen. Auch am 20. Tag der russischen Invasion halten die Kämpfe und Angriffe weiter unvermindert an. Doch die Menschen geben die Hoffnung nicht auf, dass die bisher fruchtlosen Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine soch noch zu einer Waffenruhe führen werden.

Am gestrigen Montag (14.03.2022) begannen die Unterhändler beider Seiten neue Gespräche per Video. Zwar wurden die Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland wegen einer „technischen Pause“ ohne greifbare Ergebnisse unterbrochen, doch wie jetzt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte sollen die Verhandlungen heute fortgesetzt werden. Das könnte ein Lichtblick im bisher so dunklen Ukraine-Krieg sein.

Ukraine-Krieg: Selenskyj gibt sich vor Verhandlungen zuversichtlich

Tatsächlich verspricht sich Selenskyj von den heutigen Verhandlungen mit Russland offenbar ernsthafte Fortschritte. Russland habe „bereits begonnen zu verstehen, dass es mit Krieg nichts erreichen wird“, sagte Selenskyj in einer in der Nacht zum Dienstag auf seiner Facebook-Seite veröffentlichten Videobotschaft.

Auch die jüngste Verhandlungsrunde am Montag bewertete Selenskyj schon positiv. Ihm sei gesagt worden, dass die Gespräche „ziemlich gut“ verlaufen seien. „Aber warten wir ab“, schränkte Selenskyj mit Blick auf die neuen Ukraine-Russland-Verhandlungen am heutigen Dienstag. Trotzdem macht Selenskyjs Aussage Hoffnung. Dies auch angesichts der Tatsache, dass Kreml-Chef Wladimir Putin bereits am Freitag (11.03.2022) von „positiven Fortschritten“ bei den laufenden Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine gesprochen hatte.

Ukraine-Krieg: Russland setzt trotz Verhandlungen Angriffe fort

Parallel zu den Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine setzte die russische Armee ihre Angriffe allerdings unbeirrt fort. „Die Besatzungstruppen greifen weiterhin die Infrastruktur und Wohngebiete mit Raketen und Bomben, Artillerie und Panzern an“, sagte der Generalstabschef der ukrainischen Armee.

Am frühen Dienstagmorgen wurde Kiew von einer Reihe heftiger Explosionen erschüttert. Die russische Armee versucht derzeit, die ukrainische Hauptstadt einzukesseln. (cs/afp) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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