SC Preußen Münster feiert Rückkehr in die 2. Liga

27 Tage vor
Preußen Münster

Der SC Preußen Münster ist nach 33 Jahren wieder in die zweite Bundesliga aufgestiegen. Mit einem 2:0 (2:0)-Erfolg gegen die SpVgg Unterhaching am Samstag sicherten sich die Preußen den zweiten Platz im Endklassement und damit den Aufstieg.

Hinter der Mannschaft liegt damit ein Durchmarsch von der Regionalliga direkt in die 2. Liga. Trainer Sascha Hildmann brach schon vor dem Schlusspfiff auf der Bank in Tränen aus, die Ersatzspieler streiften die Aufstiegsshirts über. Nach dem Abpfiff stürmten die Zuschauer das Spielfeld und feierten ihre Helden.

"Haben Geschichte geschrieben"

„Wir haben heute Geschichte geschrieben“, befand Münsters Kapitän Marc Lorenz nach dem Abpfiff. Er selbst und Sebastian Mrowca, der früh zum 1:0 traf, hatten die Tore erzielt. Preußen-Torhüter Maximilian Schulze-Niehus hielt zudem einen Strafstoß von Unterhachings Patrick Hobsch. Es war das letzte Spiel in der Karriere von Schulze-Niehus, die er in seiner Jugend beim TuS Freckenhorst 07 begonnen hatte.

Zuletzt spielte Münster in der Saison 1990/91 in der 2. Liga. Dabei gehörte der Club 1974 zu den Gründungsmitgliedern der damals noch zweigeteilten 2. Bundesliga und war dort insgesamt neun Spielzeiten dabei. In der Bundesliga spielten die Preußen nur in der ersten Saison 1963/64.

Große Aufstiegsfeier am Sonntag

Die fast 13 000 Fans veranstalteten eine große Partie im Stadion und auf den Straßen von Münster, hier herrschte Ausnahmezustand. Um 11 Uhr wird es heute (Sonntag) nach einer langen Feiernacht in der Stadt eine große Aufstiegsfeier am Historischen Rathaus geben.

Nach ihrer Ankunft tragen sich Mannschaft und Trainer zunächst ins Goldene Buch der Stadt ein. Im Anschluss feiert der Verein gemeinsam mit seinen Fans auf dem Prinzipalmarkt. Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe hatte dem SC noch im Stadion gratuliert und von einem „historischen Tag für den SCP und für ganz Münster“ gesprochen.

Polizei: Fans weitestgehend friedlich

Auch die Polizei Münster gratuliert den Preußen zum Aufstieg. Laut ihrer Zwischenbilanz haben die Fans weitestgehend friedlich gefeiert. Rund 4000 von ihnen hatten sich bereits vor dem Spiel zu einem Fanmarsch vom Aasee bis zum Preußenstadion versammelt. Auch nach dem Spiel formierten sich die Anhänger zu einem Marsch mit 3000 Teilnehmern bis zum Ludgerikreisel, dem größten innerstädtischen Kreisverkehr in Münster.

Sowohl auf den Fanmärschen als auch im Stadion zündeten Einzelne allerdings immer wieder Pyrotechnik. Im Stadion wurden drei Menschen durch das Einatmen von Rauch leicht verletzt. Die Polizei schrieb hier insgesamt 28 Strafanzeigen wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz. Dazu kam unter anderem eine Anzeige wegen Körperverletzung. Abschließend hieß es aber von Einsatzleiter Timm Brautmeier: „Trotz des Einsatzes von Pyrotechnik freuen wir uns über den ansonsten weitestgehend friedlichen Verlauf der Feiern bis zum frühen Abend".

Gegen 20:00 Uhr feierten noch rund 800 Fans ausgelassen auf dem Alten Steinweg und in den anliegenden Kneipen.

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