Eiserner Schüler: Der Ex-Unioner Nico Schlotterbeck patzt bei ...

Wie seine Teamkollegen hat auch der 22 Jahre alte Abwehrspieler gegen Japan zunächst alles im Griff, gerät gegen Ende der Partie aber in Schwierigkeiten.

Wie seine Teamkollegen hat auch der 22 Jahre alte Abwehrspieler gegen Japan zunächst alles im Griff, gerät gegen Ende der Partie aber in Schwierigkeiten.

Nico Schlotterbeck lässt Japans Takuma Asano beim 1:2 ziehen.

Nico Schlotterbeck lässt Japans Takuma Asano beim 1:2 ziehen.AFP/Dennis

Mit seinen Leistungen im Verein wäre er durchaus zufrieden, das mit den Leistungen in der Nationalmannschaft wäre hingegen „ausbaufähig“, hatte Nico Schlotterbeck vor wenigen Tagen in einer Pressekonferenz gesagt. Deshalb hätte es in den vergangenen Tagen mit Hansi Flick, dem Bundestrainer, auch ein paar zielführende Gespräche gegeben. Von Stellschrauben, „an denen wir drehen wollen“, sprach der 22 Jahre alte Verteidiger von Borussia Dortmund zudem. Doch offensichtlich hat die Lehre von Flick bei Schlotterbeck, wenn man dessen Auftritt beim Auftaktspiel gegen Japan zum Maßstab nimmt, nicht wirklich etwas bewirkt.

Schlotterbeck, der beim 1. FC Union Berlin unter der Führung von Coach Urs Fischer in der Spielzeit 2020/21 als Leihspieler vom SC Freiburg einen großen Entwicklungsschritt gemacht hatte, stand also ein wenig überraschend am Mittwochnachmittag in der Startelf der deutschen Nationalmannschaft. Als Innenverteidiger, wie man anhand des offiziellen Tableaus vermuten durfte, letztendlich aber als linkes Glied einer von Antonio Rüdiger angeführten Dreierkette, weil David Raum eher einen Linksaußen denn einen Linksverteidiger gab.

Unsaubere Spieleröffnung

Weil die Japaner sich freiwillig in eine abwartende Position begaben, war der gebürtige Waiblinger von Beginn an häufig am Ball, vermied bei der Spieleröffnung zunächst jegliches Risiko, agierte dabei aber dennoch mitunter unsauber. Ja, etwas schläfrig wirkte er sogar, als er in der 22. Minute mit einem Ballverlust seinen Abwehrkollegen Antonio Rüdiger ins Schwitzen brachte. Der anschließende Eckstoß blieb aber folgenlos.

Es spricht für ihn, dass er in der Folge seine anfängliche Nervosität in den Griff bekam und zunächst mit einer geschickten Zweikampfführung und einem nahezu fehlerfreien Positionsspiel überzeugen konnte. Dann geriet aber auch er in der Schlussviertelstunde mit ins Wanken, war nur Zuschauer, als die Japaner in der 72. Minute eine Doppelchance vergaben und wenig später durch den beim SC Freiburg beschäftigten Ritsu Doan tatsächlich noch den Ausgleich erzielen konnten. Schließlich war er beim 1:2 viel zu unentschlossen, als der beim VfL Bochum beschäftigte Takuma Asano in der 83. Minute in Richtung deutsches Tor zog und Manuel Neuer mit einem Schuss aus spitzem Winkel überwinden konnte. Es bleibt dabei: Schlotterbecks Leistungen im Nationaltrikot sind „ausbaufähig“.

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