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Mainz 05 macht gegen Hertha BSC großen Schritt zur Rettung - und hadert trotzdem

Mit dem 1:1 gegen Hertha BSC bleibt der 1. FSV Mainz 05 auch im achten Spiel in Serie ungeschlagen. Der erhoffte Sieg gegen den Tabellenvorletzten und der damit fast schon vorzeitig gesicherte Klassenerhalt wurde aber verpasst.

Als Philipp Mwene kurz vor der Pause mit einem Traumtor den Ausgleich für seine 05er erzielte, der Berliner Lucas Tousart hatte kurz zuvor für die Gäste zum 0:1 getroffen, war die Mainzer Welt wieder in Ordnung. Der Frust über die zuvor vergebenen Großchancen war, zumindest kurzfristig, verflogen, es blieben ja noch über 45 Minuten, den Sieg gegen die coronageplagte Hertha klarzumachen. Noch größer war die Freude darüber, dass man dieses Ziel mit der gleichen Anzahl an Spielern angehen konnte. Abwehrmann Stefan Bell, der in der 18. Minute nach einem Foul am Ex-Mainzer Cordoba die Gelbe Karte gesehen hatte, konnte froh sein, dass ihn Schiedsrichter Sascha Stegemann knapp 20 Minuten später nach seinem Einstieg gegen Cunha mit der letzten Ermahnung davonkommen ließ. Gelb Rot wäre durchaus möglich gewesen. 05-Coach Bo Svensson reagierte sofort, holte Bell vom Platz und brachte für ihn Alexander Hack, der beim überraschenden 2:1 gegen Bayern München noch in der Startelf gestanden hatte.

Erste Hälfte dominant

Vor den beiden Treffern versäumten die zuletzt dreimal in Folge siegreichen Mainzer gleich mehrmals die Führung. Zweimal Jean-Paul Boetius, einmal rettete die Querlatte für den bereits geschlagenen Hertha-Keeper Alexander Schwolow, und Adam Szalai vergaben beste Chancen. Hertha BSC fand nach zweiwöchiger Quarantäne nur sehr schwer in die Partie, der Führungstreffer resultierte dann auch fast schon folgerichtig aus einem Standard. Dem Kopfball von Tousart ging ein Freistoß von Trainersohn Marton Dardai voraus. Bevor sich Philipp Mwene zu den Kandidaten für das Tor des Monats kürte. "Ich hätte lieber gewonnen und kein Tor geschossen", bilanzierte der Torschütze nach der Partie bei SWR Sport. Am Ende blieb es beim nach 90 Minuten nicht unverdienten 1:1-Unentschieden.

Svensson: Zweite Hälfte undiszipliniert

Ungewöhnlich für das Spiel der Mainzer der letzten, erfolgreichen Wochen, dass trotz des Treffers kurz vor der Pause nach dem Seitenwechsel Sicherheit und Souveränität ein Stück weit verloren gingen. "In der zweiten Halbzeit war die Hertha besser und hatte auch die besseren Torchancen. Wir haben keine disziplinierte Leistung gebracht", sagte im Anschluss der stets realistische Mainzer Trainer Svensson.

Schweres Restprogramm

Auch der Däne trauerte den vergebenen Chancen der Anfangsphase nach. Doch wer ihn kennt, der weiß, dass spätestens in der ersten Trainingseinheit nach dem verpassten Sieg die kritische Aufarbeitung beginnt. Was beim Blick auf die letzten drei Gegner auch notwendig sein dürfte - die Mainzer spielen noch in Frankfurt, gegen Dortmund und zum Saisonabschluss beim VfL Wolfsburg.

Aber vielleicht könnte das ja, wie beim 2:1 gegen Bayern München, auch ein Vorteil sein. Meint auch Abwehrspieler Alexander Hack: "Vielleicht spielen wir befreiter auf, wenn wir nicht als Favorit in die Partie gehen. Wir geben Gas und spielen mit breiter Brust, dann holen wir auch noch Punkte".

Gute Ausgangsposition

Mit 35 Zählern drei Spieltag vor dem Ende haben die Rheinhessen auf jeden Fall eine sehr gute Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt. Eine, die nach der Hinrunde mit lediglich sieben Zählern keiner mehr für möglich gehalten hätte.

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