Hamburg: Lufthansa-Bodenpersonal soll am Mittwoch streiken

26 Tage vor

Stand: 05.02.2024 18:33 Uhr

Flugreisende müssen sich am Mittwoch auf Verzögerungen bei der Lufthansa einstellen. Die Gewerkschaft ver.di ruft das Bodenpersonal an mehreren Flughäfen zu einem ganztägigen Warnstreik auf - auch Hamburg ist betroffen.

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"Da alle Bodenbeschäftigten von der Wartung bis zur Passagier- und Flugzeugabfertigung zum Warnstreik aufgerufen werden, wird es voraussichtlich zu größeren Flugausfällen und Verzögerungen kommen", teilte ver.di am Montagmorgen mit. Neben Hamburg sind die Lufthansa-Standorte Frankfurt am Main, München, Berlin und Düsseldorf betroffen.

Warnstreik soll mehr als 24 Stunden dauern

"Wir gehen davon aus, dass 80, 90 Prozent des Lufthansa-Programms und das der Töchter eingestellt wird", sagte ein ver.di-Sprecher am Morgen. Beginnen soll der Warnstreik am Mittwoch um 4 Uhr morgens und bis Donnerstag um 7.10 Uhr andauern.

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Lufthansa will Kunden unter anderem per E-Mail informieren

Die Lufthansa rechnet mit "umfassenden Auswirkungen" auf das Flugprogramm. Für Mittwoch sind bislang 23 Abflüge von Hamburg aus geplant. Bei einem vergleichbaren Warnstreik im Sommer 2022 fielen 20 von 21 geplanten Lufthansa-Abflügen nach München und Frankfurt aus. Lediglich ein Lufthansa-Flug nach München am frühen Morgen flog regulär ab.

Betroffene sollen Informationen über Streichungen und Umbuchungsmöglichkeiten ab Montagnachmittag per E-Mail bekommen oder in der Lufthansa-App abrufen können, teilte das Unternehmen mit. Außerdem soll es Hinweise zu aktuellen Änderungen auf einer Internet-Seite der Lufthansa geben.

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Es geht um Tarife für bundesweit 25.000 Beschäftigte

Hintergrund des Warnstreiks sind die konzernweit laufenden Tarifverhandlungen für die rund 25.000 Beschäftigten am Boden unter anderem bei der Deutschen Lufthansa, Lufthansa Technik und Lufthansa Cargo. Ver.di will mit dem Warnstreik den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Ein Angebot der Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde am 23. Januar wurde zurückgewiesen - es geht etwa um als zu niedrig empfundene Erhöhungsschritte und die 36-monatige Laufzeit. 

Ver.di fordert 12,5 Prozent mehr Gehalt

Im laufenden Tarifkonflikt fordert ver.di 12,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 500 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Außerdem soll es eine konzernweit einheitliche Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000 Euro geben. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 12. Februar in Frankfurt am Main geplant.

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Erst in der vergangenen Woche hatte es Warnstreiks gegeben, bei denen auch der Hamburger Flughafen betroffen war. Nach einem Ausstand der Luftsicherheitskräfte und dem Ausfall aller Abflüge am Donnerstag hatte die Gewerkschaft ver.di die Bodenverkehrsdienstleister am Freitag dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 05.02.2024 | 09:00 Uhr

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