Bonner Influencer Jeremy Fragrance verlässt „Promi Big Brother ...

Jeremy Fragrance ist erfolgreicher Parfum-Influencer, kommt aus Bonn-Holzlar und nahm bei „Promi Big Brother“ teil, wo er polarisierte.
Erfolgreicher Parfum-Influencer : Bonner Influencer Jeremy Fragrance verlässt „Promi Big Brother“

 Der Bonner Parfum-Influencer Jeremy Fragrance verlässt nach rund einer Woche freiwillig „Promi Big Brother”-Haus.

Der Bonner Parfum-Influencer Jeremy Fragrance verlässt nach rund einer Woche freiwillig „Promi Big Brother”-Haus. Foto: Sat.1

Bonn Jeremy Fragrance ist erfolgreicher Parfum-Influencer, kommt aus Bonn-Holzlar und nahm bei „Promi Big Brother“ teil, wo er polarisierte. Nach rund einer Woche ist er nun freiwillig ausgestiegen.

15 mehr oder weniger bekannte Männer und Frauen nehmen seit vergangenem Freitag an der zehnten Staffel der Sat.1-Show „Promi Big Brother“ teil und wohnen gemeinsam in einem Loft. Einer der Kandidaten war Jeremy Fragrance, der in Bonn-Holzlar lebt. Der 33-jährige Parfum-Influencer polarisierte in den bisherigen Folgen der Show besonders und irritierte teils mit seinem Verhalten. Nachdem der Influencer acht Tage auf dem Dachboden der Villa verbracht, durfte er in das Loft ziehen.

Nach nur einem Tag im puren Luxus verkündete er jedoch am Mittwochabend seinen Auszug: „Ich beende es, wenn es am schönsten ist“, so der Bonner zu seinen Mitstreiterinnen Jennifer Iglesias und Micaela Schäfer. Die beiden reagierten überrascht. Selbstsicher meinte Fragrance noch: „Ich glaube sogar, dass ich das gewinnen würde, wenn ich bleibe.“

Seinen Auszug begründete er unter anderem mit den Auseinandersetzungen, die er auf dem Dachboden mit Walentina Doronina hatte. Nach einem gewonnen Quiz gegen sie durfte der Bonner schließlich ins Loft umziehen. Der Tag dort sei für ihn ein Gewinn gewesen, sodass er es nun beende, wenn es am schönsten ist. Einen weiteren Grund nannte Fragrance anschließend in der TV-Show mit den beiden Moderatoren Jochen Schropp und Marlene Lufen. Der gläubige Katholik durfte nach eigenen Angaben ein Johannes-Evangelium als seinen dritten Luxus-Gegenstand nicht mit in die Sendung nehmen.

Wir blicken auf vergangene Szenen mit ihm in der Show und auf ein Treffen mit ihm vor viereinhalb Jahren.

Treffen mit Jeremy Fragrance: Ein hochgradig ehrgeiziger Mann

Neue Staffel „Promi Big Brother“ startet am Freitag - das sind die Kandidaten

18 Bilder Das sind die Kandidaten bei „Promi Big Brother“ Foto: SAT.1/Nadine Rupp

Im Mai 2018 hatte der General-Anzeiger den damals noch 29-Jährigen, der in Oldenburg geboren ist, getroffen. Unser Reporter fragte sich vor dem vereinbarten Termin: Wie muss man sich einen 29-jährigen Typen vorstellen, der in Bonn-Holzlar lebt, in Sankt Augustin-Hangelar arbeitet, einen Ferrari fährt, stets gestylt im Anzug mit Krawatte auftritt und auch sonst das Selbstbewusstsein aus ganz großen Kübeln inhaliert hat? Der einen Künstlernamen trägt. Nach dem sich auf der Straße alle Frauen umdrehen. Ein Aufschneider? Ein Selbstdarsteller?

Das Treffen mit Jeremy Fragrance vor viereinhalb Jahren begann mit einem festen Händedruck. Erster Eindruck: ein gewinnender, charmanter Kerl, 1,90 Meter groß, blaue Augen, schlank und durchtrainiert, sehr höflich. Single, keine Kinder.

Spätestens nach drei Minuten war klar: Da stand ein hochgradig ehrgeiziger Mann, der in vollem Ernst erzählte: "Ich stehe jeden Morgen um 5.19 Uhr auf und gehe kurz vor 22 Uhr schlafen." Auch sonntags. Der gänzlich auf Alkohol verzichtete. Der nicht rauchte, nur gesundes Essen und grünen Matcha-Tee oder Kokoswasser zu sich nahm. Fragrance war diszipliniert wie ein Elitesoldat.

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Sein Markenzeichen ist sein weißer Anzug

Schick angezogen ist der heute 33-Jährige immer noch. Eines seiner Markenzeichen ist sein weißer Anzug, auch zu Hause läuft er in Anzug und Hemd herum. "Gut, die Jacke ziehe ich da schon aus", erzählte er 2018. Eine Jogginghose besitze er zwar, ziehe sie aber nie an: "Ich will nicht bequem sein“, meinte er.

Auch in der aktuellen „Promi Big Brother“-Ausgabe war sein Kleidungsstil häufig Thema — und sogar Streitpunkt. Fragrance erhielt zu Beginn der Show ebenso wie die Kandidaten Sam Dylan, Jay Khan, Walentina Doronina und Jennifer Iglesias, mit denen er auf dem Dachboden des Lofts wohnte, ein Show-Outfit, welches er anziehen sollte. Doch Fragrance weigerte sich als einziger und wollte seinen weißen Anzug nicht ablegen. "Der Anzug bleibt. Punkt", sagte er nur.

Den anderen stieß dies übel auf. "Du nervst! Punkt!", meinte Walentina Doronina dazu. In einer späteren Folge erklärte Fragrance, warum ihm der weiße Anzug so wichtig ist. "Das Outfit ist einfach ein Teil von mir“, sagte er und zog einen Vergleich zu einem der größten Popstars aller Zeiten: "Ich gehe hier rein wegen der Präsenz und ein Teil meiner Marke ist eben, wie bei Elvis die Frisur, dieser Look.“ Die Konsequenz für Jeremy Fragrance: Er durfte sich nicht darum bewerben, in einen anderen Bereich des Lofts wechseln zu können.

Besonders mit Walentina Doronina kam es immer zu Streitigkeiten. Mal ging es um das Outfit, mal um die Vorbereitung auf die Show und mal um die Essenszubereitung.

Dass es jedoch ohne den weißen Anzug - aber dann auch ohne Alternative - ging, wird in einem Clip deutlich, den die Show am Montagabend online zur Verfügung gestellt hat. Darin zeigte sich der Bonner oberkörperfrei. Nur die weiße Anzughose hat er noch anbehalten.

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Fragrances Marotte: Liegestütze bei dem Wort ‚vielleicht‘

Und noch etwas anderes kam in den weniger als zwei Minuten zum Vorschein: Eine Marotte von Fragrance, die er schon im GA-Gespräch 2018 erwähnte. "Wenn ich in einem Gespräch ,vielleicht' oder ,äh' sage, mache ich 20 Liegestütze. Wenn ich mehr als 1:59 Minuten zu spät zu einem Termin komme, mache ich 50 Liegestütze", sagte er damals und meinte, dass er fast jeden Tag ins Fitnessstudio gehe. "Alles, was ich tue, hat mit dem Projekt Düfte zu tun. Das ist eine Lebensentscheidung, da gibt es kein Zurück mehr“, erklärte er.

Bei „Promi Big Brother“ begründete Fragrance seine Marotte mit dem Wort ‚vielleicht‘ damit, dass er manche Wörter aus seinem Wortschatz verbannen wolle. Daher bestrafe er sich dann mit Liegestützen, wenn er sie doch benutze.

Doch nicht nur bei seiner Wortwahl ist der Bonner streng mit sich selbst, wie sowohl bei „Promi Big Brother“ als auch im GA-Gespräch deutlich wurde. Hunderte Parfums und Duftöle hat Fragrance in seinem Haus. „Wenn ich einen Fehler bei der Zuordnung mache, mache ich zehn Liegestütze und fange wieder von vorne an“, erklärte er 2018.

Keine Worte zu den eigenen Einnahmen

Über seine eigenen Einnahmen spricht er nicht. "Das ist ein ungeschriebenes Gesetz", sagte der Bonner vor viereinhalb Jahren, fügte aber auch hinzu: "So einer wie Justin Bieber hat natürlich mehr Reichweite als ich. Aber meine Zuschauer sind alle Parfum-Enthusiasten, und deshalb gibt es auch keine Streuverluste."

Auch in der aktuellen Reality-TV-Show wurden die Gagen der Teilnehmer zum Thema. "Über Geld spricht man nicht", meinte Valentina Doronina. Dann fügte sie mit Blick auf Jeremy Fragrance und dessen Einnahmen durch Videos auf Social-Media-Plattformen hinzu: "Aber ey, 25.000 Euro für ein Video. Wer kann das schon?" Der Parfum-Influencer ließ sich jedoch nicht aus der Reserve locken und sagte nichts dazu.

Jeremy Fragrance heißt eigentlich Daniel Schütz

Während sich viele Eigenschaften und Dinge im Vergleich zwischen „Promi Big Brother“ und dem Gespräch 2018 ähnelten, gibt es einen Unterschied. Seinen Geburtsnamen nannte Fragrance, der seinen Künstlernamen auch im Personalausweis eintragen ließ, beim Treffen mit dem GA nicht. Er sagte nur: „Es ist ein typischer deutscher Name.“ Mittlerweile ist dieser aber kein Geheimnis mehr. Dass Jeremy Fragrance eigentlich Daniel Schütz heißt, hatte Sat.1 sogar auf die Homepage zur Sendung geschrieben.

Wie er zum Parfum kam, war eher ein Zufall. Das erzählte er vor viereinhalb Jahren. Er war auf der Suche nach Tipps im Internet, wie man sich stylt - und entdeckte die Parfum-Community. "Aber ich war unzufrieden damit, wie die Leute das präsentiert haben", erklärte er. 2018 sagte Fragrance, der einen eigenen Online-Shop betreibt, im Brustton der Überzeugung: "Es gibt keinen anderen, der sich so auf Parfums fokussiert hat, deshalb bin ich heute der relevanteste Parfum-Influencer überhaupt." Eines bleibt gleich: So selbstsicher wie 2018 im Interview präsentierte er sich auch 2022 in der Show.

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