WM 2022: Die Pressestimmen nach Deutschlands 1:2-Pleite gegen Japan

Deutschlands Ilkay Gündogan fasst sich nach einer vergebenen Chance an den Kopf

Deutschlands Ilkay Gündogan fasst sich im WM-Vorrundenspiel gegen Japan nach einer vergebenen Chance an den Kopf.

© Federico Gambarin / DPA

Nach der überraschenden 1:-2-Niederlage des DFB-Teams gegen Japan zum WM-Start fällt das Medienecho in der deutschen und internationalen Presse vernichtend für Deutschlands aus. Japan hingegen wird für seinen Coup gefeiert.

Deutschland:

"Süddeutsche": "Die DFB-Elf startet mit einem fürchterlichen Ergebnis ins Turnier. Gegen die Japaner vergibt Flicks Team reihenweise gute Chancen – bis der Gegner zurück kommt und sich alles überschlägt."

"Zeit": "Boykottieren leicht gemacht. Das deutsche Team hilft allen, die von der WM so gar nichts wissen wollen. Es verliert gegen Japan."

"Kicker": "Chancen-Wucher und Flicks Wechsel führen zum Bruch. Zum zweiten Mal in Folge stolpert Deutschland mit einer grotesken Niederlage in ein WM-Turnier und steht fortan mit dem Rücken zur Wand."

"11 Freunde": "Die Schmach von Khalifa. Bei der WM-Auftaktniederlage gegen Japan präsentiert sich die deutsche Elf so schwach und ideenlos, wie es sich selbst ärgste Kritiker vor Turnierbeginn nicht vorstellen konnten."

"Spiegel": "Schon wieder am Boden. Die deutsche Nationalmannschaft glänzte gestenreich vor dem Anpfiff – und erlebte dann gegen Japan ein Debakel."

"Bild": "Debakel-Start für Deutschland! Die Nationalmannschaft blamiert sich zum Auftakt der WM mit einem 1:2 gegen Außenseiter Japan."

"Welt": "Vor dem Aus: Ein WM-Spiel und alle Zuversicht ist dahin. Die einstige Fußballgroßmacht Deutschland verliert gegen Japan."

DFB-Präsident Bernd Neuendorf Oliver Bierhoff während der Pressekonferenz zur Regenbogenbinde von Kapitän Manuel Neuer

Italien:

"La Repubblica": "Der Fall der Götter: Nach Argentinien stürzt auch Deutschland ab. Krachende Niederlage gegen Japan. Deutschland trifft am Sonntag auf Spanien in einem Spiel, das wahrscheinlich schon entscheidend fürs Weiterkommen sein wird."

"Gazzetta dello Sport": "Deutschlands Harakiri: Japan gelingt der Coup und gewinnt 2:1 nach einer Aufholjagd."

Frankreich:

"Le Figaro": "Japans Meisterstück trägt die Handschrift von Hajime Moriyasu. Ernannt nach der WM 2018, wo die Blauen Samurai ehrenvoll gegen Belgien ausgeschieden waren (2:3 im Achtelfinale), hat der japanische Nationaltrainer diese Aufholjagd im Alleingang herbeigeführt."

Schweiz:

"Blick": "Da bleibt einem die Spucke weg. Statt mit einem lockeren Sieg in die WM zu starten, liegt bei Deutschland bereits nach 90 Minuten in Katar alles im Argen. (...) Japan schafft die Sensation. Und lässt ganz Deutschland sprachlos zurück."

Nico Schlotterbeck

Niederlande:

"Algemeen Dagblad": "Deutschland macht Eindruck mit Statement, aber lässt seine Beine nicht sprechen und geht gegen Japan unter. Deutschland hinterließ am Mittwoch nur vor dem Spiel gegen Japan Eindruck. Mit einem krachenden Statement gegen die FIFA gaben die Spieler eine deutliche Botschaft ab. Das Auftreten danach war dann sehr viel weniger überzeugend. Was bedeutete: Genau wie vor vier Jahren erlebte die Mannschaft wieder einen missglückten Start, dieses Mal mit dem 1:2 gegen Japan."

Großbritannien: 

"Daily Mirror": "Ein weiterer Tag, ein weiterer WM-Schock. Deutschland reiste als einer der Turnierfavoriten nach Katar, doch zwei Bundesligaspieler, Ritsu Doan und Takuma Asano, trafen in der zweiten Halbzeit innerhalb von acht Minuten und brachten Hansi Flicks Team nach nur einem Spiel an den Rand des Ausscheidens."

"The Sun": "Japan verblüfft Deutschland mit einer unglaublichen Aufholjagd."

"The Guardian": "Der erste Sieg Japans gegen Deutschland hat die Weltmeisterschaft erschüttert und war der Lohn für Hajime Moriyasus Mut."

WM 2022 in Katar

DFB-Elf in der Einzelkritik: Zu viele Spieler patzen, zwei machen die größten Fehler
Spanien: 

"Marca": "Japan macht Deutschland sprachlos. Die Deutschen protestieren gegen Diskriminierung, und den Japanern gelingt ein Paukenschlag."

"As": "Deutsches Harakiri. Flicks Team war nicht in der Lage, ein Spiel einzusacken, das es unter Kontrolle hatte. Der japanische Kampfgeist sorgte für die zweite große Überraschung dieser WM."

"Sport": "Vor dem Debüt gegen Spanien versetzt Japan dem deutschen Team einen schweren Schlag."

"Mundo Deportivo": "Japan stürzt Deutschland in der Spanien-Gruppe! Der japanischen Auswahl gelingt ein historischer Sieg gegen den viermaligen Weltmeister."

"El País": "Flicks Wechsel lassen Deutschland gegen Japan zerbröckeln. Die deutsche Mannschaft hatte sich klar durchgesetzt, bis der Trainer durch den Austausch von Gündogan und Musiala durch Goretzka und Götze die Japaner aufholen ließ."

Ilkay Gündogan von der deutschen Elf reagiert während des Spiels Deutschland gegen Japan 

USA:

"Washington Post": "Japans 2:1-Sieg gegen Deutschland nach 0:1-Rückstand reicht nicht an das Wunder vom 2:1 Saudi-Arabiens gegen Argentinien heran, aber es hat der WM einen weiteren Schatz geliehen."

"New York Times": "Dies sind die Tage an denen die Mächtigen fallen. An Tag drei der WM wurde Argentinien nach einer züchtigenden Niederlage taumelnd zurückgelassen. An Tag vier war Deutschland dran. Ein weiterer der Turnierfavoriten wurde geschockt und gedemütigt von einem vermeintlichen Punktelieferanten." 

Japan:

"Japan-Times": "Japan betäubt Deutschland mit späten Treffern im WM-Auftakt."

"Tokyo Shimbun": "Die Freude von Doha! Deutschland besiegt mit dem Moriyasu-ismus, dass jeder Stammspieler ist."

mth DPA

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