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Heute Abend im TV: Dank diesem Film wurde ich zum Fan von Heath Ledger!

Bei einer Umfrage, durch welchen Film jemand zum Fan von Heath Ledger wurde, gibt es drei klare Favoriten, die die Spitzenpositionen wohl unter sich ausmachen würden. Die Antwort, die ich geben würde,...

Bei einer Umfrage, durch welchen Film jemand zum Fan von Heath Ledger wurde, gibt es drei klare Favoriten, die die Spitzenpositionen wohl unter sich ausmachen würden. Die Antwort, die ich geben würde, läuft hingegen heute Abend um 20.15 Uhr.

Sony Pictures Germany

+++ Meinung +++

Die meisten Kinogänger sind wahrscheinlich erst kurz vor seinem viel zu frühen Tod im Jahr 2008 zum Fan des australischen Schauspielers Heath Ledger konvertiert: Arthouse-Gourmets kamen an „Brokeback Mountain“ (2005) von Ang Lee einfach nicht vorbei – und für die Blockbuster-Fraktion erschien drei Jahre später mit Christopher Nolans „The Dark Knight“, in dem Ledger wie Jack Nicholson vor und Joaquin Phoenix nach ihm als Joker brillierte, der für viele beste Superheldenfilm aller Zeiten!

Natürlich gab es aber auch schon vorher viele Fans – und die dürften wohl weniger auf das Konto solcher Historien-Abenteuer wie „Der Patriot“ von Roland Emmerich oder „Die vier Federn“ von Shekhar Kapur gehen. Stattdessen dürfte Heath Ledger seine allermeisten frühen Fans an der Seite von Julia Styles mit der kultigen Teenie-Komödie „10 Dinge, die ich an dir hasse“ nach einem Stück von William Shakespeare eingesammelt haben.

Ich hingegen falle in einer dritte – wahrscheinlich sehr viel kleinere – Gruppe: Für mich persönlich hat sich Heath Ledger mit der immens unterhaltsamen Abenteuer-Komödie „Ritter aus Leidenschaft“, die heute Abend um 20.15 Uhr zur Primetime auf Kabel 1 im Free TV ausgestrahlt wird, in den Starolymp katapultiert…

Rock’n’Roll in der Ritterzeit

Inzwischen ist es ja gang und gäbe, dass man historische (Fantasy-)Stoffe mit aktuellen Popkultureinflüssen aufpeppt – von „King Arthur: Legend Of The Sword“ bis zum Netflix-Hit „Bridgerton“. Aber als der oscarprämierte Drehbuchautor Brian Helgeland („L.A. Confidential“) seine zweite eigene Regiearbeit „Ritter aus Leidenschaft“ als mittelalterlichen Rock’n’Roll-Film inszenierte, hatte das noch etwas Erfrischendes – mit Heath Ledger als perfektem Rockstar, nur dass er eben bei Ritterturnieren und nicht in Fußballstadien auftritt…

In gewisser Weise hat „Ritter aus Leidenschaft“ sogar den Erfolg des zwei Jahre später erschienenen „Fluch der Karibik“ vorweggenommen – schließlich wird auch darin ein angestaubtes Abenteuer-Genre (nur eben mit Piraten statt Rittern) mit ebenso modernen wie augenzwinkernden Blockbuster-Methoden abgestaubt. Der Unterhaltungswert steht dabei über allem – und wenn dazu die vom Protagonisten angehimmelte Jocelyn (Shannyn Sossamon) in den Kleidern eines bekannten Designerlabels herumstolzieren muss, dann ist das eben so.

Dieser diebische Spaß an eingeschmuggelten Anachronismen drückt sich natürlich am stärksten in der Songauswahl aus: Wenn der australische Hollywood-Newcomer Heath Ledger zu „Golden Years“ von David Bowie oder weiteren Klassikern von „Led Zeppelin“ bis „Thin Lizzy“ abrockt, dann war schon damals sofort klar, dass er es auch in der US-amerikanischen Filmindustrie noch weit bringen wird. Schade also, dass es von „Ritter aus Leidenschaft“ nie einen zweiten Teil gab, während die inzwischen doch ganz schön abgetakelte „Fluch der Karibik“-Reihe nun auch ohne Johnny Depp immer weiter fortgesetzt wird.

"Fluch der Karibik 6" ohne Johnny Depp: Disney schickt Jack Sparrow in den Ruhestand

Dass „Ritter aus Leidenschaft“ wahrhaft ein einmaliges Werk ist, erkennt man übrigens auch daran, dass Brian Helgeland und Heath Ledger nur zwei Jahre später noch einen weiteren Film zusammen gedreht haben – und dabei kam dann der einmalig dröge Katholiken-Horror „Sin Eater – Die Seele des Bösen“ heraus…

Die beste Rolle von Heath Ledger?

Die Frage nach der besten Rolle von Heath Ledger ist natürlich noch mal eine andere. Da würden dann neben den üblichen Verdächtigen „Brokeback Mountain“ und „The Dark Knight“ sicherlich auch noch solche Filme wie „Gesetzlos – Die Geschichte des Ned Kelly“ oder „Candy – Reise der Engel“ mit ins Spiel kommen. Wobei schon die Platzierung des Christopher-Nolan-Blockbusters in unserem DC-Ranking klar dafür spricht, dass wir die posthume Auszeichnung als Bester Nebendarsteller bei den Oscars ganz sicher nicht für ungerechtfertigt halten:

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Diaporama

Rangliste: Alle 39 DC-Filme gerankt - vom schlechtesten bis zum besten!

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