28:35 gegen Frankreich: Deutsche Handballer verpassen WM-Halbfinale

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Aus der Traum vom großen WM-Coup für die deutschen Handballer. Im Viertelfinale gegen Frankreich unterliegt das DHB-Team nach starker erster Hälfte mit 28:35.

Frankreich - Deutschland 35:28, Viertelfinale, Zusammenfassung

Beitragslänge: 7 min Datum: 25.01.2023

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft ist bei der WM im Viertelfinale gescheitert. Gegen Rekord-Weltmeister Frankreich unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason mit 28:35 und spielt nun um die Plätze 5 bis 8.

Golla der erfolgreichste Werfer

Kapitän Johannes Golla (sechs Tore) war vor 5500 Zuschauern in der Ergo Arena in Danzig der erfolgreichste Werfer für die Auswahl des Deutschen Handballbundes. Die Partie war wegen der doppelten Verlängerung des vorherigen Spiels zwischen Norwegen und Spanien (34:35) mit 22-minütiger Verspätung angeworfen worden.

Deutschland absolviert in Stockholm noch eine Platzierungsrunde, Gegner ist dabei zunächst Afrikameister Ägypten. Die bislang letzte WM-Medaille hat ein deutsches Team beim Triumph 2007 im eigenen Land gewonnen.

Rolle des Außenseiters steht DHB-Team gut

Dass die deutsche Mannschaft nur als Außenseiter in dieses Spiel gegen Frankreich geht, war schon vorher klar. Frankreich ist Rekord-Weltmeister, Olympiasieger und hatte schon zuvor alle Spiele bei dieser WM gewonnen. Die Rollen waren also klar verteilt.

Nur: Das sah man auf dem Spielfeld erstmal nicht. Weil die DHB-Auswahl einen herausragenden Start in die Partie hinlegte. Das lag unter anderem daran, dass Andreas Wolff im Tor von Beginn an eine starke Leistung zeigte.

Schweden - Ägypten 26:22, Viertelfinale, Zusammenfassung

Beitragslänge: 4 min Datum: 25.01.2023

Der 31-Jährige hatte beim Turnier in Polen und Schweden schon in den Spielen zuvor überragt, und er bestätigte seine Ausnahmeverfassung auch gegen die Franzosen. Wolff parierte etliche Würfe des Gegners, was die Grundlage des deutschen Spiels war. 

Franzosen nutzen Schwächephase gnadenlos aus

In der 16. Minute führte die DHB-Auswahl sogar mit vier Toren (11:7) - und Frankreichs Trainer Guillaume Gille nahm die erste Auszeit. Ob es Dika Mem, Nedim Remili oder Altstar Nikola Karabatic ist: Gille hat etliche Ausnahmehandballer in seinem Kader.

Wozu die Franzosen in Abwehr und Angriff fähig sind, zeigten sie auch gegen die Deutschen. Aber die hielten dagegen. Zumindest lange. Erst in der Schlussphase erlaubte sich das DHB-Team eine längere Schwächephase, die Frankreich gnadenlos ausnutzte.

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Kurz nach der ersten französischen Auszeit hatten schon technische Fehler das deutsche Spiel erstmals geprägt: Innerhalb von rund drei Minuten egalisierte der Olympiasieger so die anfangs klare deutsche Führung.

Zu viele Fehler kosten den Sieg

Es entwickelte sich zunächst ein packendes Duell mit einem irren Tempo. Beide Mannschaften spielten auf Angriff, und sie taten das, ohne Zeit zu verlieren. Wenn Deutschland gerade nicht in der Offensive war, waren es die Franzosen. Es ging hin und her. Und es blieb eng.

Erstaunlich war mal wieder, wie der gerade mal 22-jährige Juri Knorr agierte. Der Jüngste im deutschen Team dirigierte auch gegen diesen Weltklasse-Gegner die Angriffe der DHB-Auswahl. Dazu verwandelte er noch fast jeden seiner Würfe. Im Angriff Knorr und Wolff im Tor: dieses Duo hatte die DHB-Auswahl mit ihren starken Leistungen schon vorab durch das Turnier getragen.

Aber diesmal reichte das nicht. Weil in der Schlussphase genau das passierte, was schon gegen Ende der zweiten Halbzeit passierte: zu viele technische Fehler. Und die nutzt ein Team aus der Weltspitze gnadenlos aus. 

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