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Bundestagskandidatur: Merz geht offiziell ins Rennen

Jetzt ist es amtlich: Friedrich Merz will zurück in den Bundestag. »Ich hätte große Freude daran«, sagte der CDU-Politiker dem SPIEGEL.

Der CDU-Politiker Friedrich Merz hat offiziell bestätigt, für den Bundestag kandidieren zu wollen. »Der Hochsauerlandkreis ist meine politische und persönliche Heimat«, sagte Merz dem SPIEGEL. »Ich hätte große Freude daran, die Menschen und unsere Region im Bundestag zu vertreten.« Nach Angaben seines Sprechers informierte Merz die Mitglieder der Kreisvorstände und Vorsitzenden der Ortsverbände der CDU in einem Brief über seinen Plan, sich um die Bundestagskandidatur zu bewerben. Zuvor war er bereits von den Stadtverbänden Arnsberg und Sundern nominiert worden.

Merz' Ankündigung sorgt in der CDU für Diskussionen, es droht eine Kampfkandidatur. Seit 2009 vertritt der Innenexperte Patrick Sensburg den Wahlkreis im Bundestag – und würde das gern auch weiterhin tun. »Ich bleibe dabei: Ich trete wieder an«, sagt Sensburg dem SPIEGEL. »Wenn es sein muss, scheue ich auch keine Kampfkandidatur.« Die Entscheidung, mit wem die örtliche CDU in die Wahl geht, soll nach aktuellem Stand im April getroffen werden.

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Merz, der seit Jahrzehnten vor Ort verankert ist, werden die besseren Chancen eingeräumt. Nach seiner Niederlage im Rennen um den CDU-Vorsitz gegen den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet hatte er sich ein paar Wochen zurückgezogen und mit Vertrauten über seine Zukunftspläne beraten. Nun ist klar, dass es den früheren Fraktionschef weiter auf die bundespolitische Bühne zieht.

Seine Kandidatur könnte neue Unruhe in der CDU bringen, die nach dem harten Wettbewerb um den Chefposten gerade erst ein wenig zur Ruhe gekommen schien. In der Partei gilt es als sicher, dass Merz ein Bundestagsmandat mit weiteren Ansprüchen verbinden würde. Teile des konservativen und wirtschaftsliberalen Flügels fordern weiterhin eine prominente Rolle für Merz in der CDU ein. Nach dem Willen seiner Anhänger soll Merz in der nächsten Regierung einen Ministerposten erhalten.

Icon: Der Spiegel
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