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Das reizt Bobic am Projekt Hertha

Hertha-Mitglied ist er seit 2005. Seine Familie wohnt seit der Zeit, als Fredi Bobic (49) für den Hauptstadtklub stürmte, in Berlin. Er selbst hat nicht nur ein Faible für die Stadt, sondern auch eine Affinität zu Herausforderungen. Hertha BSC ist so

Hertha-Mitglied ist er seit 2005. Seine Familie wohnt seit der Zeit, als Fredi Bobic (49) für den Hauptstadtklub stürmte, in Berlin. Er selbst hat nicht nur ein Faible für die Stadt, sondern auch eine Affinität zu Herausforderungen. Hertha BSC ist so eine.

Neue Herausforderung Hauptstadt? Fredi Bobic.

Neue Herausforderung Hauptstadt? Fredi Bobic. imago images

Bobic war nach der Ende Januar vollzogenen Trennung von Michael Preetz, dem langjährigen Geschäftsführer Sport, beizeiten der Wunschkandidat der Hertha-Bosse für die Nachfolge. Zwischenzeitlich allerdings schwand der Glauben, den bei Eintracht Frankfurt als Sportvorstand vertraglich bis 2023 gebundenen Bobic nach Berlin lotsen zu können, etwas.

Andere Aspiranten - etwa Christoph Freund (RB Salzburg) - gerieten ins Blickfeld. Jetzt aber scheint die Wunschlösung zum Greifen nah: Sollte sich der wechselwillige Bobic mit der Eintracht auf eine Auflösung seines Kontraktes einigen können, wäre der Weg nach Berlin frei - zu jenem Klub, bei dem er als Profi zwischen 2003 und 2005 wirkte und in dessen Ü-32-Mannschaft er nach dem Ende seiner aktiven Karriere abtrainierte.

Vom Vierten zum Fünfzehnten? Das erschließt sich durchaus

Ein Wechsel vom derzeitigen Tabellenvierten zum -fünfzehnten: Was auf den ersten Blick fast grotesk anmutet, erschließt sich bei genauerer Betrachtung durchaus. DFB-Pokalsieger, Europa-League-Halbfinalist, aktuell auf Kurs Champions League - deutlich mehr als diese Top-Bilanz ist und wäre am Standort Frankfurt vermutlich nicht mehr zu erreichen. Bei Hertha hingegen, das aktuell nach neun Spielen ohne Sieg um den Klassenerhalt bangt, scheint angesichts der Rahmenbedingungen zumindest mittel- und langfristig viel mehr möglich, als der Klub seit dem Einstieg von Investor Lars Windhorst im Sommer 2019 sportlich erwirtschaftete.

Bis zum 30. Juni 2021 wird Windhorst mit seiner Tennor-Holding insgesamt 374 Millionen Euro in den Klub investiert haben. Dass weitere Mittel fließen, ist nicht ausgeschlossen - erst recht nicht, da Windhorst wohlwollend verfolgt, dass sich im Klub personell und strukturell im Moment so viel bewegt wie noch nie.

Mit dem seit Sommer 2020 als Sportdirektor firmierenden Arne Friedrich stellte sich der Klub auf der sportlich-operativen Ebene breiter auf. Der langjährige "Sky"-Frontmann Carsten Schmidt begann am 1. Dezember als neuer Hertha-CEO - und hat Großes vor. Er will den Traditionsklub aus dem Berliner Westend sportlich, ökonomisch, strukturell und vom Selbstverständnis und Image deutlich voranbringen.

Innerhalb eines klubinternen Strategie-Prozesses, nach der Göttin Viktoria auf der Berliner Siegessäule "Goldelse" genannt, hat Schmidt in kurzer Zeit eine Ist-Analyse vorgenommen. Bis zum Sommer will er die sportlichen und unternehmerischen Ziele für den Zeitraum bis 2025 definieren. Bobic, den Schmidt über die Maßen schätzt, soll als Triebfeder und Verantwortlicher im Sport-Ressort dazustoßen.

Steffen Rohr

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