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Wofür steht FFP?:Jauch-Twerkerin stürzt wegen Masken ab

Was heißt eigentlich "FFP"? "Klingt total kacke", meint die twerkende WWM-Kandidatin zur richtigen Antwort. Die Folge: Sie stürzt von 64.000 Euro ab. Eine Hypnotiseurin versucht es bei Jauch mit Psychotricks. Der hat dafür so gar keine Geduld.

Dienstag, 02. März 2021

Wofür steht FFP? Jauch-Twerkerin stürzt wegen Masken ab Von Nina Jerzy

Was heißt eigentlich "FFP"? "Klingt total kacke", meint die twerkende WWM-Kandidatin zur richtigen Antwort. Die Folge: Sie stürzt von 64.000 Euro ab. Eine Hypnotiseurin versucht es bei Jauch mit Psychotricks. Der hat dafür so gar keine Geduld.

Nein, mit der FDP haben die derzeit allgegenwärtigen Atemschutzmasken nichts zu tun. Mit diesem Verhörer einer alten Dame aus Berlin räumte Günther Jauch am Montagabend sofort auf. Aber wofür steht das "FFP" tatsächlich? Die Beantwortung dieser Frage stand am Montagabend zwischen "Wer wird Millionär?"-Überhangkandidatin Kathrin Kirste und ihrem Traum vom wasserdichten Ehevertrag. Mit dem wollte sie nämlich im Falle eines Siegs ihren Gewinn per Gütertrennung vor ihrem künftigen Gatten in Sicherheit bringen. Formvertrag aus dem Internet, Notar-Stundensätze - alles hatte die Berlinerin bereits recherchiert. Leider scheiterte sie an der Masken-Logik.

Günther Jauch stellte für immerhin 64.000 Euro eine derzeit leider eigentlich alltägliche Frage: Das von den Atemschutzmasken bekannte Kürze FFP steht für "Filtering...": A) Face Piece, B) Form Product, C), Front Paper, D) Flow Protection? Die kaufmännische Leiterin bei einer Nichtregierungsorganisation zog ihren letzten Joker. Die Ex-Kandidaten im Studio waren sich uneins. 58 Prozent votierten für D, 28 Prozent für A, 14 Prozent für B. Derart gespalten seien die Helfer bislang noch nie gewesen, stellte Jauch fest. Kirste fühlte sich trotzdem in ihrem Bauchgefühl bestätigt.

Was heißt FFP?

"Es ist nicht Face Piece. Das klingt total kacke, wenn ich das mal so sagen darf", redete sie sich die Zocker-Entscheidung schön. Atemschutzmasken seien schließlich ein medizinisches Produkt, deshalb sei der Ausdruck "Protection" (Schutz) naheliegend. "Und wenn ich verliere, Scheiß drauf, dann hatte ich 'ne geile Sendung", gab sich die Berlinerin abgebrüht. Ihre zu Fäusten geballten Hände sprachen allerdings eine andere Sprache.

Als Jauch mit "Es ist leider doch A" den Absturz auf 500 Euro verkünden musste, flossen denn auch Tränen. Wenigstens sei jetzt kein Ehevertrag mehr nötig, tröstete der Moderator: "Vielleicht ist das die Basis. Sie sind schon mal durch gute und schlechte Zeiten, heute eher schlechte Zeiten, durchgegangen." Dazu passte, was der Freund der leidenschaftlichen Twerkerin auf die Frage geantwortet hatte, was er denn anstelle eines WWM-Gewinns in die Ehe einbringen würde: "Ganz viel Liebe."

Das filtrierende Gesichtsteil hätte auch dem nächsten Kandidaten Ralf Wessendorf aus der RTL-Quizshow gekegelt. Der kaufmännische Angestellte aus Dülmen in Nordrhein-Westfalen spielte wie seine Vorgängerin auf Risiko, fällte aber ganz unaufgeregt bessere Entscheidungen. Für 16.000 Euro setzte er darauf, dass der Maulwurf und nicht etwa Honigbiene oder Borkenkäfer über Wohnkessel, Vorratskammer und Jagdgang verfügen. "Ohne Hilfe?", fragte Jauch. "Ohne Hilfe", bestätigte der Kandidat. Bei der 64.000-Euro-Frage wurde es aber auch dem zweifachen Vater zu heiß.

Er sollte wissen, wovon es Ende 2018 per Anweisung des zuständigen Ministeriums in Deutschland plötzlich zehn Millionen gab: Vorschulkinder, Frührentner, Veteranen oder Millionäre. Der von Wessendorf ausgewählte Zusatzjoker ging nach dem Ausschlussverfahren vor und kam zum korrekten Schluss: Es können nur die Veteranen sein. Wessendorf fehlte aber das letzte Fitzelchen Vertrauen und er stieg aus. Schlechte Nachricht für seine Töchter. Den von ihnen herbeigesehnten Hund wollte der Vater nämlich erst ab der halben Million anschaffen.

Kandidatin analysiert Jauch

Hypnotiseurin Eva Endruweit ging mit drei Jokern lieber auf Nummer sicher, lehnte sich aber bei der Psychoanalyse des Gastgebers weit aus dem Fenster. "Sie wirken immer so harmlos. Aber Sie werden immer unterschätzt und sind gut mit diesem Unterschätzt-Ticket gefahren", meinte die Berlinerin unter Verweis auf Jauchs dynmisches-Duo-Partner Thomas Gottschalk. Beim Moderator kam das nicht unbedingt gut an. "Sie halten mich also für einen, der so auf der Schleimspur im Windschatten... Es wird immer interessanter", schlussfolgerte Jauch. "Nein, gar nicht", widersprach Endruweit, "wie jemand, der immer ein Ass im Ärmel hat."

Die Mittfünfzigerin hat vor drei Jahren als Quereinsteigerin die Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie absolviert. Wirklich subtil war es allerdings nicht, als sie bei der 32.000-Euro-Frage, zu der Jauch die Lösung wusste, anhand seiner Reaktionen die richtige Antwort ablesen wollte. Der alte Hase mauerte. "Ich bin mit jeder Antwort einverstanden, die die Sendung weiterbringt", wurde er schnell sehr deutlich. "Nur, wenn Sie weiter in mich reininterpretieren, dann halten wir den Betrieb unangemessen auf."

Endruweit kam dann von selbst darauf, dass Obergurgl und Hochgurgl ein Skigebiet in Tirol und nicht etwa ein hochprozentiger Schnaps ist. Sie kehrt am 22. März mit der 64.000-Euro-Frage zurück.

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