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FC Bayern demütigt Barcelona erneut

Die Münchner gewinnen zum Auftakt der Champions League deutlich im Camp Nou. Die Katalanen waren wie vor einem Jahr beim 2:8 chancenlos und brachten keinen Schuss aufs Bayern-Tor. Wolfsburg holt glücklichen Punkt beim OSC Lille.

Der FC Bayern ist mit einem ungefährdeten Sieg in die neue Saison der Champions League gestartet. Die Münchner siegten ein Jahr nach dem legendären 8:2 im Viertelfinale der Königsklasse diesmal mit 3:0 (1:0) beim FC Barcelona. „Wenn du hier 3:0 gewinnst zum Auftakt, ist das ein ganz wichtiges Signal“, sagte Thomas Müller. Der VfL Wolfsburg kam in Unterzahl zu einem 0:0 beim französischen Überraschungsmeister OSC Lille.

Gegen die von vielen Verletzungen und finanziellen Problemen gebeutelten Katalanen wurde phasenweise ein Klassenunterschied deutlich. Manuel Neuer blieb über die gesamte Spielzeit beschäftigungslos. Barcelona brachte in den 90 Minuten keinen einzigen Schuss auf das Bayern-Tor.

Müller brachte den deutschen Meister einen Tag nach seinem 32. Geburtstag dann mit einem abgefälschten Ball aus 20 Metern auch völlig verdient in Führung (34.) – bereits sein siebter Treffer im sechsten Spiel gegen Barcelona.

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Der nächste Doppelpack: Robert Lewandowski staubte zweimal in Barcelona ab
Quelle: AFP/LLUIS GENE

„Bayern München hat überragend gespielt heute Abend“, sagte der ehemalige Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge im TV-Interview bei „Bild“.

Die Mannschaft habe „den ersten großen Schritt gemacht. Man muss fast sagen, dass Barcelona noch gut bedient war mit dem 3:0.“

Lewandowski erhöht auf 3:0

Die Bayern legten beim ersten europäischen Einsatz unter Neu-Coach Julian Nagelsmann mit dem 18. Auftaktsieg nacheinander in der Königsklasse sofort den Grundstein für das Weiterkommen. Spektakulär war zunächst allerdings nur, wie unspektakulär das Spiel begann. Die Bayern kontrollierten das Geschehen, Barcelona fehlten gänzlich die Überraschungsmomente.

Stand es vor gut einem Jahr nach 31 Minuten bereits 4:1, dauerte es dieses Mal etwas länger, ehe Müller zuschlug. Sané war noch am gut parierenden ter Stegen gescheitert (19.), Musiala abgeblockt worden (27.). Der 18-Jährige war für den angeschlagenen Gnabry in die Startelf gerückt und versuchte wie von Julian Nagelsmann gefordert viel, brachte seine Sololäufe aber zumindest in der ersten Halbzeit noch nicht zu Ende. Nach 70 Minuten kam Gnabry für Musiala aufs Feld.

Müller probierte es aus der Ferne, Eric Garcia fälschte ebenso unglücklich wie unhaltbar ab – und Müller feierte sein 49. Tor im 125. Champions-League-Spiel. Insgesamt enttäuschte die Darbietung der Gastgeber. Ihre beste Chance hatten sie bei einem ruhenden Ball.

Nach einem Freistoß von Memphis Depay, der in der einst stolzen und gefürchteten Offensive noch der in Ansätzen Kreativste war, setzte Ronald Araujo einen Kopfball über das Tor (28.). Barcelona trat erstaunlich bieder und farblos auf und musste sich später sogar dezente Pfiffe der eigenen Fans im Camp Nou gefallen lassen.

Nachdem Marc-André ter Stegen das 2:0 nach Leroy Sanés beherztem Sololauf noch mit einer Parade verhinderte (52.), staubte Robert Lewandowski vier Minuten später erfolgreich ab. Jamal Musiala hatte zuvor den Pfosten getroffen. Anschließend brachten die Münchner den Sieg souverän über die Zeit. Lewandowski traf nach einem weiteren Pfostenschuss des eingewechselten Serge Gnabry sogar noch zum 3:0 (85.).

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Für den deutschen Meister geht es am Wochenende mit dem Heimspiel gegen den VfL Bochum weiter. In der Königsklasse warten in der Gruppe E neben den Spaniern noch Benfica Lissabon und Dynamo Kiew.

Wolfsburg muss bis zur 99. Minute zittern

Bundesliga-Tabellenführer VfL Wolfsburg rettete in Lille in Unterzahl einen glücklichen Punkt. Trotz einer schwachen Leistung kamen die Niedersachsen zu einem 0:0.

In der letzten halben Stunde spielten sie dabei sogar nur noch zu zehnt, nachdem Verteidiger John Anthony Brooks in der 62. Minute wegen eines Handspiels die Gelb-Rote Karte gesehen hatte.

France Soccer Champions League
Rot: Anthony Brooks muss nach Handspiel frühzeitig vom Feld
Quelle: AP/Michel Spingler

Lille war insgesamt gefährlicher. Das vermeintliche 1:0 kurz nach der Pause durch Jonathan David zählte nach Video-Beweis nicht, weil der Ball zuvor im Seitenaus gewesen war.

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Und in der Nachspielzeit bekamen die Nordfranzosen zudem einen Elfmeter zugesprochen, der nach Überprüfung des VAR allerdings in einen Freistoß abgemildert wurde. Burak Yilmaz versuchte es in der neunten Minuten der Nachspielzeit direkt, doch die Wolfsburger blockten auch den letzten Schuss der Franzosen erfolgreich ab.

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