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BAM präsentiert App zum Start des neuen EU-Energielabels

Berlin, 01.03.2021. Die EU ordnet zum 1. März die Energieeffizienzklassen neu und startet damit die Einführung des neuen EU-Energielabels. Die Bundesanstalt für...

01.03.2021 – 11:33

BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung

BAM präsentiert App zum Start des neuen EU-Energielabels

Berlin, 01.03.2021. Die EU ordnet zum 1. März die Energieeffizienzklassen neu und startet damit die Einführung des neuen EU-Energielabels. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) präsentiert eine App, mit der alle wichtigen energierelevanten Produktinformationen bequem abgerufen werden können.

Die EU ordnet die Energieeffizienzklassen neu: Die bisherigen Plusklassen entfallen und die Buchstaben A bis G decken wieder alle zulässigen Klassen ab, in der bekannten Farbskala von dunkelgrün bis rot.

Kühlgeräte, Waschmaschinen, Trockner, Geschirrspüler, Fernseher, Monitore und ähnliche elektronische Displays sind die ersten Produktgruppen, die in der Zeit vom 1. bis 18. März 2021 umgestellt werden. Nur in diesem kurzen Zeitraum dürfen diese Produkte sowohl im stationären sowie im Online-Handel mit dem alten als auch dem neuen Energielabel gekennzeichnet sein.

Für Lichtquellen beginnt die Umstellung am 1. September und endet zum März 2023. Die Produktvielfalt und die großen Lagerbestände in diesem Segment sind der Grund für die lange Übergangszeit. Alle weiteren kennzeichnungspflichtigen Produktgruppen sollen bis spätestens 2030 folgen.

Durch die neuen Klassen sollen Spielraum für technische Weiterentwicklungen und Anreize geschaffen werden, Produkte zu entwickeln, die noch weniger Energie verbrauchen als die bislang erhältlichen.

Die BAM hat in Deutschland die Aufgabe, über Ökodesign und Energielabel zu informieren, sowie das Bundeswirtschaftsministerium und die Marktüberwachungsbehörden der Länder zu unterstützen. Sie forscht darüber hinaus intensiv zum Themenfeld Energie. Als Bindeglied zwischen EU-Kommission und deutscher Wirtschaft berät und informiert sie all diejenigen, die die neuen Regeln einhalten oder anwenden müssen, also die herstellenden Unternehmen und die Marktüberwachungsbehörden.

Zur Einführung des neuen EU-Energielabels hat die BAM eine App entwickelt, mit der energierelevante Informationen bequem abgerufen werden können. Dazu nutzt die App die europäische Produktdatenbank EPREL (European Product Database for Energy Labelling), die ebenfalls heute für Verbraucherinnen und Verbraucher an den Start geht. Ab sofort ist die App in deutscher und englischer Sprache in Google Play und im Apple App Store unter dem Suchbegriff „Energielabel“ kostenlos erhältlich.

Die App bietet zahlreiche nützliche Funktionen: In einer Merkliste können Produktdaten abgespeichert, verwaltet oder geteilt werden. Ein Label-Lotse informiert umfassend über das neue Energielabel; eine Checkliste sowie Entscheidungshilfe und Ratgeber-Funktion erleichtern die Produktauswahl. Ein Glossar erklärt alle wichtigen Begriffe rund um das neue Energielabel, zudem können aktuelle Verordnungen im PDF-Format eingesehen werden. Ein Energie-Quiz informiert spielerisch über den sparsamen Umgang mit Energie.

„Mit der App möchten wir Verbraucherinnen und Verbraucher, kleine und mittlere Unternehmen im Handel sowie die Marktüberwachungsbehörden unterstützen. Auch stellen wir sie allen EU-Mitgliedstaaten zur Nutzung zur Verfügung. Sie können die App für ihre Märkte übersetzen und anpassen“, so Floris Akkerman, der an der BAM für den Bereich Ökodesign und Energieverbrauchskennzeichnung verantwortlich ist.

Die App-Entwicklung ist Teil eines Projekts im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) der Bundesregierung.

Weiterführende Informationen zum neuen Energielabel: https://oekodesign.bam.de/energielabel

Kontakt: Referat Kommunikation, Marketing Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) T: + 49 30 8104-1013 presse@bam.de www.bam.de _________________________________________________ 150 Jahre BAM – Wissenschaft mit Wirkung. Feiern Sie mit uns: www.150.bam.de Unser Auftrag: Sicherheit in Technik und Chemie. Weitere Informationen unter www.bam.de Abonnieren Sie unseren Newsletter: www.150.bam.de/newsletter Folgen Sie uns auf Twitter: twitter.com/BAMResearch Über die BAMDie BAM gewährleistet Sicherheit in Technik und Chemie. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Die BAM forscht, prüft und berät zum Schutz von Mensch, Umwelt und Sachgütern. Im Fokus aller Tätigkeiten in der Materialwissenschaft, der Werkstofftechnik und der Chemie steht dabei die technische Sicherheit von Produkten und Prozessen. Dazu werden Substanzen, Werkstoffe, Bauteile, Komponenten und Anlagen sowie natürliche und technische Systeme von volkswirtschaftlicher Dimension und gesellschaftlicher Relevanz erforscht und auf sicheren Umgang oder Betrieb geprüft und bewertet. Die BAM entwickelt und validiert Analyseverfahren und Bewertungsmethoden, Modelle und erforderliche Standards und erbringt wissenschaftsbasierte Dienstleistungen für die deutsche Wirtschaft im europäischen und internationalen Rahmen. Sicherheit macht Märkte. Die BAM setzt und vertritt für Deutschland und seine globalen Märkte hohe Standards für Sicherheit in Technik und Chemie zur Weiterentwicklung der erfolgreichen deutschen Qualitätskultur „Made in Germany“.
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