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Energiedienst macht trotz Corona-Pandemie einen Gewinnsprung

Der Stromkonzern, der seinen Sitz in Laufenburg (Schweiz) hat, steigerte 2020 sein operatives Ergebnis um fast zehn Millionen Euro gegenüber jenem des Vorjahres.

Die Energiedienst Holding AG mit Sitz in Laufenburg hat im Geschäftsjahr 2020 ihr adjusted Ebit – das um nicht operative Effekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern – deutlich gesteigert. Mit 50,9 liegt es um 9,5 Millionen Euro über jenem des Vorjahres. Der Verwaltungsrat hat entschieden, der Generalversammlung eine unveränderte Dividende von Franken 0.75 je Aktie vorzuschlagen.

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Zwar habe man einen deutlichen Rückgang des Stromabsatzes im Geschäftskundenbereich während des Lockdowns erfahren, aber viele positive Effekte hätten die Folgen der Coronapandemie auf das Geschäftsergebnis kompensiert, bilanzierte Jörg Reichert, Vorsitzender der Geschäftsleitung, das Jahr 2020 an der Medienkonferenz am Montag. Er sagte: „Trotz der Pandemie haben wir ein relativ gutes Ergebnis erzielt und konnten unsere Ebit-Erwartung fast realisieren.“

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Gesteigert werden, so Klaus Müller, Leiter Finanzen und Services, konnte auch der Betriebsertrag gegenüber dem Vorjahr um 97 auf 1065 Millionen Euro. Dies entspricht einem Anstieg von rund 10 Prozent. Die Erlöse aus dem vertrieblichen Stromgeschäft erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 34 Millionen.

Den Absatzrückgang wegen Corona beziffert der Energiekonzern in den Segmenten der Geschäftskunden und Weiterverteiler auf 200 Gigawattstunden. Müller sagt: „Aufgrund von Kundenzugewinnen und Mehrabsatz bei bestehenden Kunden reduziert sich der tatsächliche Absatzrückgang gegenüber dem Vorjahr auf 150 Gigawattstunden.“

Die übrigen Erlöse im Strombereich erhöhen sich um 53 Millionen Euro gegenüber 2019. Dahinter stünden positive Mengeneffekte im Stromhandel und eine deutliche Zunahme der durchlaufenden Weitergabe der Einspeisungen, so Müller.

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Insgesamt belieferte die Energiedienst Holding AG bei Strom und Gas rund 279.000 Verträge. Dies entspricht einem Anstieg von rund 9000 gegenüber dem Vorjahr. Reichert hielt fest: „Sowohl im Strom- als auch Gasvertrieb konnten wir die Vertragszahlen um jeweils rund vier Prozent steigern.“ Die Energiedienst-Gruppe verkaufte im Geschäftsjahr 2020 mit 8960 Millionen Kilowattstunden rund sieben Prozent mehr Strom als 2019.

Mit 54 Wasserkraftwerken erzeugte das Unternehmen 2020 über 3,1 Milliarden Kilowattstunden an Ökostrom. Insgesamt stieg die Produktion im Vergleich zum Vorjahr um knapp ein Prozent. „Wir haben von einer sehr guten Wasserführung profitiert“, sagte Michel Schwery, Mitglied der Geschäftsleitung. Am Hochrhein mit den großen Wasserkraftwerken etwa in Rheinfelden und Laufenburg lag die Produktion um rund ein Prozent unter dem zehnjährigen Mittel; im Wallis hingegen mehr als zehn Prozent darüber.

Ausblick auf 2021

Die Energiedienst-Gruppe, so Reichert, wolle die Umsetzung der Unternehmensstrategie 2030 mit Fokus auf Klimaneutralität und Infrastruktur weiter forcieren. Er sagte: „Eines unserer Ziele ist es, den Anteil der Industriekunden, die Ökostrom beziehen, weiter zu erhöhen.“

Bei durchschnittlicher Wasserführung und stabilem Kapitalmarkt erwartet die Energiedienst-Gruppe einen Ebit, der mindestens auf dem Niveau von 40 Millionen Euro liegt, so Reichert mit Ausblick für das Ergebnis des Geschäftsjahres 2021.

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