WM 2022: Deutschland gegen Japan – die Stimmen zum Spiel

Der WM-Auftakt ist DFB-Elf vollends missglückt. Die Mannschaft muss sich mit 1:2 den "Samurai Blue" aus Japan geschlagen geben. Das sagen die Akteure.

Deutschland gegen Japan "Das darf einfach nicht passieren": Die Stimmen zum Spiel

Antonio Rüdiger,  Kai Havertz und Joshua Kimmich

Antonio Rüdiger,  Kai Havertz und Joshua Kimmich nach dem Ausgleichstreffer der Japaner zum zwischenzeitlichen 1:1

© Christian Charisius / DPA

Der WM-Auftakt ist DFB-Elf vollends missglückt. Dabei sah es lange Zeit so gut aus. Die Mannschaft muss sich mit 1:2 den "Samurai Blue" aus Japan geschlagen geben. Das sagen die Akteure. 

Bitterer hätte das Turnier für die deutsche Nationalmannschaft kaum starten können. In einem turbulenten Auftaktspiel musste sich die DFB-Auswahl Japan trotz phasenweiser Überlegenheit mit 1:2 geschlagen geben. Entsprechend geknickt äußerten sich die Spieler im Anschluss.

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"Wir haben es ihnen zu einfach gemacht, gerade das zweite Tor. Ich weiß nicht, ob jemals ein einfacheres Tor bei einer Weltmeisterschaft erzielt wurde. Das darf nicht passieren, wir sind hier bei einer WM. Wir haben das Spiel weitestgehend dominiert, Manu hat uns in der zweiten Halbzeit einmal gerettet, dafür haben wir ihn auch. [...] Wie die Gegentore entstanden sind – das darf uns einfach nicht passieren."

"Es fehlte auch ein bisschen die Überzeugung auch mit dem Ball: dass man den Ball hält, dass man sich bewegt, sich anbietet. Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir uns vermehrt auf lange Bälle verlassen. Die kurzen Bälle, die wir gespielt haben, haben wir auch einfach verloren. Da war das Gefühl, dass nicht jeder den Ball haben wollte."

Manuel Neuer: "Wir haben den Gegner stark gemacht"

"Wir haben bis zum Ende nicht gut verteidigt [...] Wir hatten nicht die Ruhe, hinten rauszuspielen, da hätten wir mehr Tempo spielen müssen – so wie es auch in der ersten Halbzeit der Fall gewesen ist. Das sind dann die Gründe, warum du hier verlierst."

"Wenn wir ein besseres Spiel nach vorne gehabt hätten, ein besseres Selbstvertrauen... Es war eigentlich kein gefährdetes Spiel für uns – wir haben den Gegner stark gemacht. Wenn man keine Pässe mit Aussage nach vorne gibt, kommt die Retourkutsche. Die haben wir uns selber eingebrockt.

"Es ist eine Riesenenttäuschung für uns, wir sind frustriert. Für mich ist das knapp nach dem Spiel schwer zu verstehen, wie wir das aus der Hand geben konnten."

Thomas Müller: "Jetzt haben wir den Salat"

"Wenn wir ab der 75. Minute zwei Tore kassieren, glaube ich nicht, dass wir in der letzten Viertelstunde super dominant waren. Aber ich weiß nicht, wie sie das Spiel vorher gesehen haben – da hatte ich schon das Gefühl, dass wir die ganze Zeit am Drücker waren."

Die Debatte abseits vom Platz sei weniger ausschlaggebend gewesen, so Müller. "Also wenn man die erste Halbzeit sieht, dann haben wir das gut weggesteckt. […] Wenn man ein Spiel so spielt, geht man oft als Sieger hervor – aber dafür kann weder ich noch die Mannschaft sich etwas kaufen. Wir müssen das jetzt verarbeiten."

Den Druck vor dem Spiel gegen Spanien habe man sich eigentlich schenken wollen. "Aber jetzt haben wir den Salat", schließt der Bayern-Profi. 

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Hansi Flick: "Das ist eine brutale Enttäuschung"

"Das ist eine brutale Enttäuschung – nicht nur bei mir, sondern beim ganzen Trainerteam. [...] Man muss einfach sagen: Was die Effizienz betrifft, hat uns Japan ganz klar geschlagen."

"Am Ende waren es auch die individuellen Fehler, die dürfen einfach nicht passieren", gibt der Bundestrainer zu. Dass man Leon Goretzka laut Bastian Schweinsteiger habe anmerken können, dass er enttäuscht von seiner Bankrolle zu Beginn war, drauf geht der Coach nicht weiter ein. Vielmehr müsse man die ganze Mannschaft sehen. "Wir haben einiges gutzumachen."

yks

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