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Bushido-Prozess: Abou-Chakers Anwalt mit schweren Vorwürfen gegen Anna-Maria

Nach rund einem Monat Unterbrechung wurde am Montag der Prozess gegen Arafat Abou-Chaker und drei seiner Brüder fortgesetzt. An diesem Tag wurde die weitere Aussage von Anna-Maria Ferchichi erwartet.

Bushido ist hier bei einem der Gerichtstermine aus dem vergangenen Jahr zu sehen. Bild: imago images/ Olaf Wagner

watson live dabei Bushido-Prozess: Abou-Chakers Anwalt mit schweren Vorwürfen gegen Anna-Maria Ferchichi
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Nach rund einem Monat Unterbrechung ist am Montag der Prozess gegen Arafat Abou-Chaker und drei seiner Brüder fortgesetzt worden. Rapper Bushido sagte in den vergangenen Monaten bereits an 25 Verhandlungstagen gegen seinen einstigen Geschäftspartner aus. Zuletzt sollte eigentlich Bushidos Ehefrau Anna-Maria Ferchichi, die derzeit mit Drillingen schwanger ist, befragt werden. Zu Beginn der Verhandlung hatte allerdings Richter Martin Mrosk mitgeteilt, dass Ferchichi nicht kommen werde, weil Komplikationen aufgetreten seien, die ein Erscheinen vor Gericht unmöglich machten.

Somit musste an diesem Tag "ein spontanes Programm" abgespielt werden, wie Mrosk Ende Juni verkündete. Wie schlecht es Bushidos Frau wirklich ging, wurde im Nachgang deutlich, denn der Rapper postete Bilder, auf denen zu sehen war, dass sie sich sogar zur Behandlung im Krankenhaus befand.

In ihrer Abwesenheit wurde vor der Pause debattiert, ob Sprachnachrichten zwischen ihr und Arafat als Beweis vor Gericht abgespielt werden dürfen. Die Verteidigung gab dazu an: "Diese Kommunikation verträgt sich nicht mit dem, was sie bekundet hat. In ihrer Vernehmung hat sie Arafat Abou-Chaker als Kontrollfreak dargestellt. Der Chat zeigt noch im Sommer 2017 eine vertraute Kommunikation, dass man ohne den Ehepartner Urlaubspläne ausheckt." Eine Entscheidung stand allerdings noch aus. Für den 42. Prozesstag wurde schließlich die Fortsetzung von Anna-Maria Ferchichis Aussage erwartet.

Anna-Marias letzte Ladung bis November

Doch auch an diesem ersten Verhandlungstag nach der Pause wurde schnell klar, dass keine neuen Erkenntnisse gewonnen werden. War zuletzt noch angekündigt worden, dass es voraussichtlich mit Bushidos Frau weitergehe, hieß es gleich zu Beginn, dass an diesem Tag nur Urteile zu früheren Verfahren verlesen werden – und zwar die von Rommel Abou-Chaker. Anna-Maria nahm also nicht im Zeugenstuhl Platz. Genau dazu hatte die Verteidigung Abou-Chakers noch einige Anmerkungen. Dabei ging es Hansgeorg Birkhoff um ihr Fernbleiben vom Prozess, welches wegen der Drillingsschwangerschaft entschuldigt werde. Dadurch könne der Eindruck entstehen, dass die besonderen Umstände von Anna-Maria strategisch genutzt werden können, so der Anwalt.

Bis November soll die Mutter von fünf Kindern nicht weiter aussagen, die Situation werde somit ausgenutzt, monierte der Anwalt weiter. Birkhoff nannte es ein "Entscheiden nach Lust und Laune, wie sie mit Ladungen umgehen." Speziell Anna-Maria erscheine nur sporadisch, unterbreche Vernehmungen oder fahre in den Urlaub. Somit würde sie dem Gericht "auf der Nase rumtanzen", betonte er. Ladungen seien schließlich Folge zu leisten. Darüber hinaus fehle auch ein Attest mit nachvollziehbarer Diagnose. Durch eine richterliche Entscheidung sollen deutliche Signale gesendet werden, wie damit umgegangen werde, sagte der Anwalt.

Der Vorsitzende Richter nahm diese Anregung auf. Oberstaatsanwältin Petra Leister hatte zu diesem Punkt ebenfalls etwas mitzuteilen und erklärte, dass in wenigen Tagen ein neues Attest erwartet werde. Dass Anna-Maria im November wieder vor Gericht erscheine, bezweifelt sie allerdings. Der Grund: "Ich persönlich finde die Vernehmung zwei bis drei Wochen nach der Entbindung abenteuerlich." Darüber hinaus sagte sie mit Blick auf die Einwände der Verteidigung, dass man Ferchichi schlecht verbieten könne, in den Urlaub zu fahren.

Bushido-Prozess zieht sich weiter

An drei Tagen stand Bushidos Frau bisher zur Verfügung. Dass sie bei einem Verhandlungstag bereits Kenntnis davon gehabt habe, dass noch Chatverläufe verlesen werden sollen, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Gerichtssaal gewesen sei, mache darüber hinaus einen schlechten Eindruck, so die Verteidigung. Demnach habe sie Inhalte über einen nicht regulären Weg erfahren, wodurch auf das Verfahren eingegriffen worden sei.

Der nächste Prozesstag findet erst wieder am 16. August statt. An diesem Tag soll auch Ashraf Remmo geladen werden. Bei einem Termin soll es allerdings nicht bleiben, denn es war die Rede von "unbestimmten Folgeterminen".

In der Zwischenzeit konnte übrigens auch Veysel K. kontaktiert werden, der vor wenigen Monaten in die Türkei abgeschoben wurde. Er soll bei dem angeblichen Vorfall im Januar 2018, bei dem Bushido unter anderem eingesperrt, beleidigt und bedroht worden sein soll, zumindest zeitweise dabei gewesen sein. Ob er tatsächlich vor Gericht erscheint, wird sich zeigen.

Alle weiteren Artikel zum Bushido-Prozess findest du hier.

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Nachdem am Mittwoch bereits der 26. Verhandlungstag im Prozess gegen Arafat Abou-Chaker und drei seiner Brüder anstand und sich die Aussage von Bushido, der als Nebenkläger und Zeuge der Anklage auftritt, zuletzt immer mehr in die Länge gezogen hatte, war eigentlich niemand davon ausgegangen, dass ausgerechnet heute nochmal ein neuer Aspekt auftauchen würde. Doch siehe da, nach einer längeren Einleitung kamen dann doch nochmal Dinge zur Sprache, die bisher nicht Thema gewesen waren. Und …

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