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Kontaktdaten nicht angegeben: England sucht mit Hochdruck nach Infiziertem mit Manaus-Mutation

Sechs Fälle der besonders ansteckenden brasilianischen Virusmutation wurden bisher in Großbritannien entdeckt. Ein Infizierter konnte jedoch noch nicht identifiziert werden.
Hochansteckende Variante Kontaktdaten nicht angegeben: England sucht mit Hochdruck nach Infiziertem mit Manaus-Mutation

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02.03.2021, 11:42 Uhr

Sechs Fälle der besonders ansteckenden brasilianischen Virusmutation wurden bisher in Großbritannien entdeckt. Ein Infizierter konnte jedoch noch nicht identifiziert werden. Der Gesundheitsminister richtete deshalb einen Appell an die Bevölkerung.

Ein unbekannter Corona-Infizierter macht den Gesundheitsbehörden in England Sorgen. Bei der Person wurde die brasilianische Mutation des Coronavirus festgestellt. Jedoch können die Behörden den oder die Infizierte nicht ausfindig machen: Die Person hatte bei ihrem Test keine validen Kontaktdaten angegeben. Fieberhaft wird nun nach ihr gesucht, damit sich die Mutation nicht weiter auf der Insel ausbreitet.

"Wir bitten alle, die am 12. oder 13. Februar getestet wurden und keine Ergebnisse bekommen haben, sich zu melden", sagte Gesundheitsminister Matt Hancock auf einer Pressekonferenz. An diesen Tagen wurden mehr als eine Million Menschen getestet, was die Suche extrem schwierig macht. Insgesamt wurden in Großbritannien bislang sechs Fälle der Virusmutation aus der brasilianischen Stadt Manaus entdeckt. Die übrigen fünf infizierten Personen – zwei aus South Gloucestershire im Südwesten Englands, drei im Nordosten von Schottland – konnten schnell kontaktiert und isoliert werden.

Brasilianische Mutation gilt als hochansteckend

Dass jedoch mindestens ein Infizierter nicht ausfindig gemacht werden kann und die hochansteckende Mutation weiterverbreitet, sorgt für Unruhe. "Wir müssen die Person so schnell wie möglich finden", sagte Impf-Staatssekretär Nadhim Zahawi im BBC-Interview. Die Person könne sich überall im Land befinden. In den Regionen, in denen die Variante bereits festgestellt wurde, werde verstärkt getestet.

Die "P.1"-Variante wurde zuerst Ende Dezember im Norden Brasiliens in Manaus entdeckt. Unter Wissenschaftlern gilt sie als besonders besorgniserregend, da sie einerseits ansteckender als die bisher bekannten Virusmutationen ist, und zudem resistenter gegen die bisher entwickelten Impfstoffe sein könnte. Erste Studien zeigen, dass die Variante öfter auch Personen befällt, die bereits eine Infektion mit dem Coronavirus überstanden haben. In der Region um Manaus hatte die Mutation für viele Todesfälle gesorgt. Bisher wurde sie in 24 anderen Ländern gefunden.

Im Vereinigten Königreich sind mittlerweile 20 der mehr als 66 Millionen Einwohner geimpft – ein Meilenstein in der Pandemiebekämpfung und "eine riesige nationale Leistung", wie Premierminister Boris Johnson sagte. Johnson möchte bis Ende Juni die Lockdown-Maßnahmen aufheben. Ob dies wirklich gelingt, hängt aber auch davon ab, ob sich die neue Mutation im Land verbreitet.

Quellen: BBC / "New York Times"

epp

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