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Eintracht Frankfurt: Fredi Bobic bestätigt Abgang im Sommer

Nach den Gerüchten vom Montag steht nun fest: Fredi Bobic wird Eintracht Frankfurt in diesem Sommer verlassen. Der Sportvorstand der Hessen bestätigte das selbst bei der ARD.

Nach den Gerüchten vom Montag steht nun fest: Fredi Bobic wird Eintracht Frankfurt in diesem Sommer verlassen. Der Sportvorstand der Hessen bestätigte das selbst bei der ARD.

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Audio 00:23 Min. |02.03.21

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Fredi Bobic gegen Schalke Fredi Bobic gegen Schalke
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Jetzt ist alles klar: Fredi Bobic wird Eintracht Frankfurt nach fünf Jahren als Sportvorstand verlassen. Das bestätigte der Manager der Hessen am Dienstag im in der ARD-Sendung "Sportschau Thema". Den 49-Jährigen dürfte es wohl zu Hertha BSC ziehen. Der Hauptstadt-Club sucht aktuell einen neuen Sportvorstand.

"Ich brauche gar nicht groß rumeiern", sagte Bobic bei "Sportschau Thema", als er auf die Gerüchte um seinen bevorstehenden Abschied angesprochen wurde. "Ich habe vor einem Jahr bereits schon, also vor Corona, den Wunsch geäußert, den Verein im Sommer 2020 zu verlassen." Wegen der Coronakrise sei er dann aber doch noch ein Jahr länger geblieben.

Holzer: "Gespräche sind noch nicht abgeschlossen"

Am späten Nachmittag bestätigte Philip Holzer, der Aufsichtsratsvorsitzende der Eintracht Frankfurt Fußball AG, das entsprechende Gespräche bereits "seit geraumer Zeit" laufen. Ob der Vertrag im Sommer aber wirklich aufgelöst wird, ließ Holzer offen. "Die Gespräche sind gegenwärtig noch nicht abgeschlossen und werden erst nach der nächsten Aufsichtsratssitzung Mitte März fortgesetzt", sagte er.

Bobic betonte hingegen in der ARD: "Dass es jetzt Turbulenzen gibt, ist leider so, es ist aber nicht dem geschuldet, dass ich niemandem Bescheid gegeben hätte." Der Sportvorstand fügte hinzu: "Bei Eintracht Frankfurt war man darauf vorbereitet, dass ich den Verein im Sommer 2021 verlassen werde. Das fällt mir nicht leicht, ich habe aber mein Versprechen gehalten."

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Bobic: Eintracht wollte mich halten

Das erste Gespräch über seinen Abschied in Frankfurt habe er mit Wolfang Steubing schon im März 2020 geführt, betonte Bobic. Ab dem Sommer dann mit Holzer. "Natürlich haben sie alles versucht, mich zu halten. Es ist aber eine persönliche Sache und das haben sie auch verstanden", erklärte Bobic.

Ob es ihn nun tatsächlich nach Berlin zur Hertha ziehen würde, wollte er nicht bestätigen. "Auf das Thema will ich nicht eingehen. Es sind zu viele Indiskretionen nach außen getragen worden. Mein Ansprechpartner ist der Aufsichtsrat von Eintracht Frankfurt."

Spycher ein Nachfolge-Kandidat

In Frankfurt hat Bobic, der zuvor bei dem bulgarischen Club Tschernomoretz Burgas und beim VfB Stuttgart Sportdirektor war, seine Meisterprüfung als Fußballmanager gemacht, mit einem Gespür für einstmals bezahlbare Spieler und Talente wie Ante Rebic, Sébastien Haller oder Luka Jovic, mit denen die Eintracht für Furore sorgte und beim Verkauf einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag erlöste.

Die clevere Personalpolitik bescherte den Frankfurtern große Erfolge. Den Österreicher Adi Hütter zu verpflichten, der nach dem Transfer der stürmenden Büffelherde und dem Abschied von Niko Kovac die Hessen auf Erfolgskurs hält, war ein weiterer Glücksgriff á la Bobic. In Stürmer André Silva oder Verteidiger Evan N'Dicka sind erneut zwei junge Profis gereift, deren Transfermarktwert immens gestiegen ist.

Mit dem Bobic-Abschied muss sich die Eintracht neu aufstellen. Auch Sportdirektor Bruno Hübner hört zum Ende der Spielzeit auf. Als Nachfolger von Bobic ist Christoph Spycher ein Kandidat. Der frühere Frankfurter Kapitän ist Sportchef bei den Young Boys Bern und gewann mit dem heutigen Eintracht-Coach Hütter 2018 den Schweizer Meistertitel.

Sendung: Das Erste, ARD-Sportschau-Thema, 02.03.2020, 23.15 Uhr

Veröffentlicht am 02.03.21 um 16:26 Uhr

Quelle: hessenschau.de/Nico Herold, Gerald Schäfer, dpa, SID

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