Kramaric-Hattrick vermiest Tuchel-Abschied beim FC Bayern

28 Tage vor

Der FC Bayern hat das letzte Spiel unter der Leitung von Thomas Tuchel verloren. Trotz einer frühen Führung gab der FCB das Spiel noch aus der Hand. Überragender Akteur war dabei Andrej Kramaric.

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Euphorischer Jubel bei der TSG Hoffenheim und Andrej Kramaric (li.) nach dem Treffer zum 4:2. IMAGO/Michael Weber

Nach dem deutlichen 6:0 in Darmstadt, durch den sich die TSG im Rennen um Europa in eine gute Ausgangslage gebracht hatte, sah TSG-Trainer Pellegrino Matarazzo keinen Grund, etwas an seiner Startelf zu verändern. Für die siebtplatzierte TSG war klar, dass mit einem Sieg und einer gleichzeitigen Niederlage von Frankfurt sogar noch Chancen auf Rang sechs da waren, der - sollte der BVB die Champions League gewinnen - für die Königsklasse reichen würde. Bei einer Niederlage oder einem Remis gegen die Bayern und einem gleichzeitigen Sieg von Freiburg konnte die TSG wiederum noch auf Rang acht abrutschen, der bei einem DFB-Pokal-Sieg von Leverkusen immerhin noch für die Conference League berechtigen würde.

Für die Bayern ging es im Fernduell mit Stuttgart dagegen noch um die Vizemeisterschaft. FCB-Coach Thomas Tuchel bot in seinem letzten Spiel als Bayern-Trainer im Vergleich zum 2:0 gegen Wolfsburg drei neue Akteure auf. Anstelle von Kim (Sprunggelenksverletzung), Zaragoza und Tor-Debütant Zvonarek (je Bank) begannen de Ligt, Dier und Laimer. Müller feierte derweil seinen 473. Bundesliga-Einsatz für den deutschen Rekordmeister und zog in der teaminternen Rangliste so mit Spitzenreiter Sepp Maier gleich.

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Turbulenter Beginn
Bundesliga, 34. Spieltag

Die Partie benötigte keinerlei Anlaufzeit. Bereits nach rund 40 Sekunden hatte Tel nach einer starken Hackenweiterleitung von Goretzka die Führung auf dem Fuß. Es dauerte aber nicht lange, bis der Franzose seine nächste Gelegenheit nutzte. Nach einer Flanke von Davies samt wuchtigem Volley von Müller musste der Franzose lediglich seinen Kopf hinhalten (4.). Zwei Minuten später klingelte es gleich erneut im Tor von TSG-Schlussmann Baumann: Nach einem eigenen Einwurf der Gastgeber ging es schnell beim FCB. Über Dier und Tel landete der Ball bei Davies, der flach ins rechte Eck vollendete (6.).

Das war es aber noch nicht in der turbulenten Anfangsphase. Denn wiederum nur zwei Minuten später gelang Hoffenheim der Anschluss. Beier, erst vor kurzem in den EM-Kader berufen, schweißte den Ball wuchtig ins Netz (8.). In der Folge beruhigte sich die Partie etwas, beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe, gefährliche Abschlüsse blieben zunächst aus.

Kramaric-Hattrick dreht die Partie

Sowohl den Versuchen von Laimer (18.) als auch Kramaric (24.) fehlte die letzte Präzision. Die Mehrzahl an Chance im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs gehörte den Gastgebern (Beier 30., Bebou 33., Kramaric 45.+3). Die womöglich beste ging jedoch auf das Konto von Müller, dessen Schuss abgefälscht wurde (42.). Eine Schrecksekunde musste der FCB aber noch verzeichnen: Pavlovic musste sich im Anschluss an die Bebou-Chance (33.) auswechseln lassen.

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Nach dem Seitenwechsel übernahm die TSG mehr und mehr die Kontrolle, während sich die Bayern zurückzogen. Die erste gefährliche Chance in Durchgang zwei ging dann aber auf das Konto des deutschen Rekordmeisters, doch Müller setzte den Ball am Tor vorbei (61.). Die TSG wurde immer aktiver. So entpuppte sich Kramaric in der Folge als der Mann des Spiels. Zunächst scheiterte er mit seinem starken Distanzschuss noch am stark parierenden Neuer (65.), ehe er nur drei Minuten später den Ausgleich erzielte (68.).

Tore und Karten

0:1 Tel (4')

0:2 Davies (6')

   

Spieldaten

Schiedsrichter-Team

Spielinfo
Stadion PreZero-Arena Zuschauer 30.150 (ausverkauft)

Die TSG blieb auf dem Gaspedal, schnürte Bayern phasenweise im eigenen Sechzehner ein. Nach einem Konter hatte erneut Müller dann das dritte Bayern-Tor auf dem Fuß (79.). Dies sollte sich rächen, denn durch einen Doppelschlag von Kramaric (85., 87.), der erst aus rund 18 Metern traf und dann einen Schnitzer von Neuer und Laimer ausnutzte, drehte die TSG das Spiel komplett.

Vizemeisterschaft geht nach Stuttgart

Während der FC Bayern im letzten Spiel von Trainer Thomas Tuchel als Verlierer vom Platz ging und durch den 4:0-Sieg des VfB Stuttgart gegen Gladbach gar auf Rang drei abrutschte, reichte es für die TSG am Ende hauchzart nicht für Rang sechs, da die Eintracht aus Frankfurt aus einem 0:2 gegen Leipzig ein 2:2 machte und so Rang sechs sichert.

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