Saudi-Arabien lässt Argentinien stolpern

Das hat sich WM-Mitfavorit Argentinien anders vorgestellt: Die Elf um Lionel Messi hat ihr Auftaktspiel gegen Saudi-Arabien 1:2 verloren.
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Das hat sich WM-Mitfavorit Argentinien anders vorgestellt: Die Elf um Lionel Messi hat ihr Auftaktspiel gegen Saudi-Arabien 1:2 verloren.

Argentinien hat seinen WM-Auftakt gründlich verpatzt: Das Team um Lionel Messi unterlag Außenseiter Saudi-Arabien trotz Führung mit 1:2.

Beitragslänge: 4 min Datum: 22.11.2022

Saudi-Arabien hat gegen Turniermitfavorit Argentinien für die erste große Überraschung bei der Fußball-WM in Katar gesorgt. In Gruppe C gewann das Team von Trainer Hervé Renard gegen die Mannschaft um Superstar Lionel Messi trotz eines 0:1-Rückstands zur Pause 2:1.

In Saudi-Arabien wurde der Sensationssieg euphorisch gefeiert. König Salman ordnete für Mittwoch einen Feiertag an, wie die staatliche Agentur SPA meldete. Dieser gelte für alle Mitarbeiter im öffentlichen Dienst und im Privatsektor sowie für alle Schüler und Studenten in dem islamischen Königreich. 

Argentinien mit drei Abseitstoren

Messi brachte Argentinien im Lusail Stadion per Foulelfmeter früh in Führung (10. Minute), nach der Pause drehten Saleh Al-Shehri (48.) und Salem Al-Dausari (53.) die Partie binnen fünf Minuten zugunsten des Außenseiters. Argentinien wurden in der ersten Halbzeit drei Tore nach Abseitspositionen aberkannt, auch nach dem Rückstand blieb die Albiceleste gegen die konsequent verteidigende Renard-Elf erfolglos.

Mit dem unerwarteten Tiefschlag endete nach 1238 Tagen und 36 Partien unmittelbar vor Einstellung des Weltrekords von Italien (37) die Serie von Spielen ohne Niederlage.

Messi drehte vor 88.012 Zuschauern zunächst voll auf, bereits nach 95 Sekunden zwang er Torhüter Mohammed Alowais mit einem Schuss aus 14 Metern zu einer Glanzparade. Dann zeigte Schiedsrichter Slavko Vincic mit Hilfe des Videobeweises nach Halten von Saud Abdulhamid an Leandro Paredes auf den Punkt, Messi vollendete mit lässigem Abstopper im Anlauf cool zum 92. Länderspieltor. Sein zweiter Treffer (22.) zählte ebenso wie jene von Lautaro Martinez (27., 35.) wegen hauchzartem Abseits nicht.

Saudi-Arabien versteckt sich nicht

Generell gestaltete Saudi-Arabien aber das Spiel etwas offener als erwartet, spielte zeitweise durchaus mutig nach vorne mit drei Spitzen. Im letzten Drittel fehlte allerdings vollkommen die Durchschlagskraft. Stattdessen gaben die Saudis durch ihr hohes Anlaufen hinter der eigenen Viererkette enorme Räume preis, doch die Argentinier liefen immer wieder in die Abseitsfalle.

Wir haben verloren, das lag an unseren eigenen Fehlern. Wir hätten in der ersten Halbzeit mehr als ein Tor machen müssen.

Argentiniens Lautaro Martínez

Und nach dem Wechsel schlug stattdessen der Underdog eiskalt zu, Alsheri (48.) und Aldawsari (53.) trafen mit traumhaft platzierten Abschlüssen. Die Argentinier reagierten mit wütenden Angriffen, Nicolas Tagliafico (63.) scheiterte aus drei Metern an Alowais. Häufig fehlte es der Elf von Lionel Scaloni jedoch an Ideen, die Saudis schmissen sich im eigenen Strafraum aufopferungsvoll in jeden Ball. Und wenn sich doch Chancen ergaben wie für Messi mit einem Kopfball (84.), war Torhüter Aloweis zur Stelle.

Ein 3D-Modell des Lusail-Stadions in Katar - Final-Stadion bei der umstrittenen Fußball-Weltmeisterschaft im Emirat.

Im nächsten Gruppenspiel am kommenden Samstag gegen Mexiko steht Argentinien damit gehörig unter Druck, um nach dem schmachvollen Achtelfinal-Aus in Russland vor vier Jahren diesmal nicht schon nach der Gruppenphase abreisen zu müssen. Zum Abschluss der Vorrunde geht es noch gegen Polen um Stürmerstar Robert Lewandowski. 

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